Mutation schon Anfang Dezember in Österreich entdeckt

Eine Frau beim Corona-Test (Symbolbild)
Eine Frau beim Corona-Test (Symbolbild)Picturedesk/ERWIN SCHERIAU
Wie Gesundheitsminister Rudolf Anschober bekanntgab, wurden bisher fünf Fälle der neuen Virusmutationen in Österreich nachgewiesen.

Die neuen Virusmutationen aus Großbritannien und Südafrika sind also auch in Österreich angekommen. Wie Gesundheitsminister Rudolf Anschober am Montag informierte, wurden bisher vier Infektionen der britischen Variante, sowie eine Infektion mit der südafrikanischen Variante nachgewiesen, "Heute" berichtete.

Alle Infektionen wurden bei Tests am Flughafen gefunden. Von der britischen Mutation war ein Österreicher, der am 21.Dezember aus Großbritannien zurückkam, betroffen. Er zeigte nur milde Symptome. Weiters war eine Zwölfjährige am 18. Dezember mit der britischen Variante infiziert. Sie war ebenfalls mit ihren Eltern in England. Dazu gab es auch zwei Fälle von einem slowakischen Geschwisterpaar (neun und zehn Jahre). 

30-Jährige nach Südafrika-Urlaub mehr als drei Wochen lang krank

Der südafrikanische Variante wurde bereits 6. Dezember in Österreich entdeckt. Betroffen war eine 30-jährige Österreicherin nach einem Südafrika-Urlaub. Sie zeigte über 18 Tage lang Symptome, ist jetzt aber wieder wohlauf, wie Franz Allerberger von der AGES am Montag erklärte.

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Die neuen Varianten aus Großbritannien und Südafrika sind deutlich infektiöser als die bisherige Form. Es gebe dadurch aber keine veränderten Krankheitsverläufe.

Wie Andreas Bergthaler vom Research Center for Molecular Medicine of the Austrian Academy of Sciences (Cemm) erklärte, würde alle zwei Wochen eine neue Mutation des Coronavirus entstehen. Seit der Ursprungssequenz aus Wuhan sei das Virus schon 20-25 mutiert. Das ist nicht ungewöhnlich.

Impfung soll vor Mutation schützen

Die Virologin Elisabeth Puchhammer-Stöckl geht davon aus, dass mittlerweile kaum ein Land frei von der britischen Mutation sei. Man könne sich aber vor einer Infektion mit der neuen Corona-Variante weiterhin mit Abstand halten und mit dem Tragen einer Maske schützen. Auch die Impfung soll vor der Mutation schützen.

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