Mutter zündete Haus von undankbarem Sohn an

Die eigene Mama hatte im Oktober das Haus ihres Sohnes im Bezirk Korneuburg abgefackelt, stellte sich dann der Polizei. Der skurrile Grund: Der Sohn war undankbar.

Eine 59-Jährige musste jetzt wegen Brandstiftung in Korneuburg auf die Anklagebank.

Nach dem Tod ihres Mannes, dem Oberhaupt der serbischen Romafamilie, hatte der Sohn die Vormachtstellung innerhalb der Familie übernommen. Die 59-jährige, zunehmend entmachtete Frau, war in der Folge immer öfter unzufrieden mit den Entscheidungen des Sohnes. Etwa musste sie weiterhin in einem kleinen Haus in Niederösterreich wohnen, während er das größere Anwesen anfangs vermietete.

Mit gepackten Sachen zur Polizei

Ihr Zorn entlud sich am 1. Oktober, als sie das Haus des Sohnes komplett niederbrannte ("Heute" berichtete). Danach marschierte sie mit gepackter Tasche direkt zur Polizei.

Vor Gericht zeigte sich die Frau uneinsichtig, lästerte nur über den undankbaren Sohn. Die Richterin versuchte die Angeklagte zu erreichen, doch umsonst – "Mein Sohn hätte dankbarer sein müssen." Das Urteil: drei Jahre Haft (nicht rechtskräftig).

Übrigens: Der Sohn versuchte von der Zuseherbank aus, eine Bewährungsstrafe für seine Mutter auszuhandeln: "Sie ist eine alte Frau und das ist doch eine Familienangelegenheit, die wir unter uns regeln könnten." Die Richterin machte ihm klar, dass ein Urteil gefallen sei.

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