Wird aus Klinik entlassen

Mutter zündet ihre Kinder an - Freispruch überrascht

Nach einem Brandanschlag auf ihre Kinder darf eine psychisch erkrankte Mutter aus Bremen unter Auflagen zu ihrer Familie zurückkehren.
Newsdesk Heute
13.08.2026, 12:47
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Ein brisanter Freispruch am Landgericht Bremen sorgt derzeit international für Aufsehen. Die Angeklagte stand wegen versuchten Mordes vor Gericht - weil sie in einem Supermarkt einen Brandanschlag auf ihre eigenen Kinder verübt hatte.

Die Mutter aus Litauen soll dort Spiritus getrunken und die Flüssigkeit über sich und ihre beiden Buben geschüttet haben. Danach soll sie versucht haben, ihre Söhne mit einem Feuerzeug anzuzünden. Laut NTV griffen Zeugen ein, nahmen ihr das Feuerzeug weg und konnten so das Schlimmste verhindern. Eines der Kinder konnte laut Anklage flüchten. Die Frau soll dann nochmals versucht haben, ihren zweiten Sohn anzuzünden – wieder griff ein Zeuge ein und entriss ihr das Feuerzeug.

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Die Kinder zogen sich laut Gericht unter anderem Augenreizungen und Hautrötungen zu. Bei einem der Buben führte der Spiritus sogar zu Blasen im Genitalbereich, weshalb er operiert werden musste. Dauerhafte körperliche Schäden hat er laut Angaben des Gerichts aber nicht davongetragen.

Angeklagte "schuldunfähig"

Wie das Gericht festgestellt hat, litt die Frau damals an einer Depression und an einer psychotischen Störung. Seit der Tat war sie in einer psychiatrischen Klinik untergebracht. Sowohl die Verteidigerin als auch die Staatsanwaltschaft forderten, diese Unterbringung auf Bewährung auszusetzen - das Gericht hat dieser Forderung nun zugestimmt.

Der Zustand der Angeklagten soll sich demnach so weit gebessert haben, dass sie zunächst in eine Tagesklinik kommen und später ambulant behandelt werden soll. Auch zu ihren Söhnen darf die 40-Jährige wieder zurückkehren.

Das Jugendamt sowie die Bewährungs- und Führungshilfe werden die Frau und ihre Familie weiterhin eng begleiten.

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