Mutter klagt an – Johanna (4) wartet auf Herz-Operation

Kein Bett mehr frei: Immer mehr absolut notwendige und dringende Operationen müssen verschoben werden.
Kein Bett mehr frei: Immer mehr absolut notwendige und dringende Operationen müssen verschoben werden.HELMUT FOHRINGER / APA / picturedesk.com
Dringend müsste die vierjährige Johanna am Herzen operiert werden. Doch wegen vollen Intensivbetten wurde ihr Eingriff auf Februar 2022 verschoben.

Eine Schicksalsgeschichte, die fassungslos macht: Die Familie von Sabrina Dohr aus dem Kärntner Lavanttal wird zerfressen von der Sorge um ihre kleine Tochter Johanna (4). Das Mädchen wartet, das mit einem Herzfehler geboren wurde, wartet auf eine dringende Herz-Operation. Es wäre bereits die dritte Operation für Johanna, angesetzt war sie für die kommenden Tage am Kepler-Klinikum in Linz. Jeder Tag des Wartens bedeutet ein großes Risiko für die schwerkranke kleine Johanna.

Doch wie ihre Mutter nun im Ö1-"Morgenjournal" berichtet, wurde der dringende Eingriff auf mindestens Mitte Februar 2022 verschoben. Grund: Kein Intensivbett frei, durch Corona-Patienten ist das Spital voll. "Ich habe gedacht, mir reißt es den Boden unter den Füßen weg", so Sabrina Dohr zu Ö1. "Sie ist jetzt in einem Alter, in dem sie das mitkriegt. Sie versteht das, was da passiert. Sie fragt nach, sie hat Angst." Die Zeit läuft der Familie davon, Johanna wird bald fünf, die OP sollte aber zwischen dem dritten und dem vierten Lebensjahr durchgeführt werden.

"Sie wird schnell blau im Gesicht, bei den Lippen, bei der Nase, blaue Hände, blaue Füße, das tut ihr natürlich weh"

sagt Johannas Mutter, ihr Kind werde zudem schnell müde, die Sauerstoffsättigung sei schlecht. "Deshalb habe ich sie auch vom Kindergarten unter anderem abmelden müssen. Weil sie es einfach nicht mehr schafft. Ich bin sehr dankbar für jeden Tag, den wir mit unserer Tochter haben", sagt Sabrina Dohr, der die Anstrengung und Sorge deutlich anzuhören ist.

"Und dann muss ich ehrlich sagen: Mir tut das im Herzen weh, dass unsere Kinder ständig aufpassen müssen, wir ständig mit der Sorge leben müssen, die Angst dass dann wirklich in einer Notoperation enden muss, das schwebt natürlich auch immer über uns", so die verzweifelte Mutter. Den Spitals-Mediziner österreichweit haben dazu eine Botschaft: Solche Situation wären vermeidbar gewesen, wenn sich mehr Menschen gegen Corona hätten impfen lassen."

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