Mutter schlägt ihr Kind – sieben Jahre Haft

64 Fälle von Gewalt an Kindern verzeichnete das Land während des Corona-Lockdowns.
64 Fälle von Gewalt an Kindern verzeichnete das Land während des Corona-Lockdowns.iStock/Symbolfoto
Eine 45-jährige Mutter aus Vorarlberg soll ihre Tochter wiederholt geschlagen und an den Haaren gerissen haben. Das Urteil: sieben Jahre Haft.

Am Montag wurde am Landesgericht Feldkirch eine Mutter zu sieben Jahren Haft verurteilt, weil sie ihre Tochter über mehrere Jahre hinweg misshandelt haben soll. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, es gilt weiterhin die Unschuldsvermutung.

Laut Staatsanwaltschaft soll die Mutter ihre Tochter ab dem Alter von sechs Jahren immer wieder auf den Rücken und ins Gesicht geschlagen, sie an den Haaren gezogen und mit Schlapfen und dem Gürtel misshandelt haben. Heute ist die Tochter elf Jahre alt, eine Videoaufzeichnung ihrer Befragung wurde bei der Verhandlung abgespielt.

"Sie war schon immer aggressiv"

Das Mädchen lebt mittlerweile beim Vater, der sich von der 45-Jährigen geschieden hat. Sie sei "schon immer aggressiv" gewesen, zitiert ihn der "ORF Vorarlberg". Das Mädchen schildert im Video, dass sie zuerst nur angeschrien wurde, woraufhin die Mutter aber immer gewalttätiger wurde.

Die 45-Jährige beteuerte hingegen ihre Unschuld. Das Mädchen habe sie nur am Arm gepackt, wenn es nicht duschen gehen wollte. An den Haaren zog sie, um zu zeigen, dass sie schmutzig seien und gewaschen werden müssen. Das Gericht wertete die Aussagen des Kindes allerdings als glaubwürdiger.

Das Urteil lautete deswegen auf sieben Jahre unbedingte Haftstrafe und einer Zahlung von 1.000 Euro Schmerzensgeld an die Tochter. Die Mutter kann noch Berufung einlegen.

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