Dara-Lynn Weiss sorgt mit ihrer Publikation "The Heavy" (deutscher Titel: "Der Wonneproppen") für internationales Aufsehen. In ihrem Buch beschreibt die US-Amerikanerin, wie sie ihre 7-jährige Tochter Bea hungern ließ, um sie von ihrem Übergewicht zu "erlösen". Jetzt ist ihr Buch auch auf Deutsch erschienen - und sorgt damit auch im deutschsprachigen Raum für Aufregung.
Dara-Lynn Weiss sorgt mit ihrer Publikation "The Heavy" (deutscher Titel: "Der Wonneproppen") für internationales Aufsehen. In ihrem Buch beschreibt die US-Amerikanerin, wie sie ihre 7-jährige Tochter Bea hungern ließ, um sie von ihrem Übergewicht zu "erlösen". Jetzt ist ihr Buch auch auf Deutsch erschienen - und sorgt damit auch im deutschsprachigen Raum für Aufregung.
Die Reaktionen auf Weiss´ Buch bewegen sich zwischen Schock, Wut und Unverständnis. Viele fragen sich: Wie kann eine Mutter ihr Kind so beinhart bis zum Idealgewicht drillen? In ihrem Buch "The Heavy" beschreibt Weiss den Kampf gegen die Kilos, zu dem sie ihre Tochter zwang, oder, wie sie meint: zwingen musste.
Der Ursprung der Diät-Debatte
Bereits 2012 erzählte Weiss in dem US-amerikanischen "Vogue", wie sie ihr Kind auf ein normales Gewicht herunterhungern ließ: "Medizinisch ist bei Bea alles okay, das haben wir natürlich gecheckt. Sie war ein normales Kleinkind. Mit drei entdeckte sie das Essen. Mit vier war sie schwer, mit fünf war sie übergewichtig. Es war einfach eine Frage der Menge. Sie hat zu viel gegessen. Ganz einfach.", erklärt die Mutterjetzt in einem Interview mit dem Magazin "Stern".
Öffentliche Demütigungen und beinharte Verbote
Mit öffentlicher Bloßstellung malträtierte Dara-Lynn Weiss ihr Kind, bis es von 42 kg auf 34 kg herunter war. "Ich war streng, manchmal sogar grob", gibt Weiss zu. Sie tadelte Bea auch öffentlich, wenn sie über die Stränge schlug.
Weiss geht es laut eigenen Angaben darum, gesunde Grenzen zu setzten. Sie als Mutter müsse auf die korrekte Ernährung ihres Kindes achten und notfalls "mit einer gewissen Strenge einschreiten." Von der herben Kritik zeigt sie sich unbeeinduckt: "Ich habe beschlossen, mich nicht einschüchtern zu lassen. Einer muss tough sein, es ging um das Wohl meines Kindes."
Die Zukunft der kleinen Bea
Auf die Frage, wie es ihrer Tochter heute gehe, antwortet Weiss: "Es geht ihr gut. Sie ist immer noch kräftig, aber sie hat Normalgewicht. Sie muss immer noch aufs Essen achten. Und das wird sie wahrscheinlich ihr Leben lang müssen."
Inwieweit das Kind durch den Diätwahn ihrer Mutter und den medialen Rummel rund um ihre Person psychisch geschädigt wurde, kann momentan nur vermutet werden. Man wünscht ihr jedoch, das ihr Verhältnis zu Ernährung und auch zu ihrer Mutter keinen bleibenden Schaden genommen hat.
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