Der italienische Staat hat eines der bedeutendsten erhaltenen Kunstwerke der etruskischen Kultur erworben und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Wandmalereien des François-Grabes sind seit heute dauerhaft im Etruskermuseum Villa Giulia in Rom zu sehen.
Das zwischen 340 und 320 vor Christus ausgemalte Grab wurde 1857 in der antiken etruskischen Stadt Vulci nördlich von Rom entdeckt und zählt zu den wichtigsten Zeugnissen etruskischer Malerei.
Sie befanden sich jahrzehntelang im Besitz der römischen Adelsfamilie Torlonia und waren der Öffentlichkeit nicht zugänglich. Nach Angaben des Kulturministeriums bemühte sich der italienische Staat bereits seit 1914 um den Erwerb der Grabmalereien.
Kulturminister Alessandro Giuli bezeichnete die Rückkehr des Francois-Grabes in öffentliches Eigentum als "historischen Meilenstein". Für die Fresken zahlte der Staat 15 Millionen Euro.
Zur Eröffnung der Dauerausstellung sind außerdem zahlreiche Grabbeigaben aus europäischen Museen nach Rom zurückgekehrt. Dazu zählen Schmuck aus dem British Museum und dem Louvre sowie weitere Objekte aus Brüssel und Lausanne.