Schloss Schönbrunn übt immer noch eine anhaltende Faszination aus. Im Vorjahr zählte die Schönbrunn Group rund 3,96 Millionen Besucher und erzielte damit ein Plus von 10,3 Prozent. Auch das Sisi Museum legte trotz Umbau zu und kam auf rund 927.000 Besuche.
Das Möbelmuseum Wien erreichte mit 62.000 Besuchen einen neuen Rekord, Schloss Hof schaffte mit rund 308.000 Besuchen ebenfalls eine Bestmarke. Ein großer Teil der Gäste kam aus Europa. Der wichtigste Auslandsmarkt war Deutschland, gefolgt von Italien und den USA. Auch bei Gästen aus Österreich gab es ein Plus von 9,3 Prozent.
Insgesamt stieg der Umsatz auf 97,3 Millionen Euro an, der Jahresüberschuss lag bei 11,85 Millionen Euro. Gleichzeitig investierte die Gruppe 14,7 Millionen Euro in Bauprojekte, Restaurierungen und neue Angebote.
"Wir finanzieren unseren laufenden Betrieb sowie unsere Investitionen und Restaurierungen aus eigener Kraft und ohne öffentliche Zuschüsse aus Steuergeld", sagt Geschäftsführer Klaus Panholzer. Insgesamt wurden rund 18,7 Millionen Euro an die öffentliche Hand überwiesen. Davon entfielen 15,3 Millionen Euro auf Pachtentgelt, weitere 3,4 Millionen Euro auf Körperschaftsteuer. Rund 70 Prozent der Erlöse stammen aus Eintrittsgeldern, dazu kommen Einnahmen aus Shops, Vermietungen und Veranstaltungen.
Im Schloss Schönbrunn läuft die Gesamtrestaurierung des Zeremoniensaals noch bis 2027. Fertig wurden bereits die Sanierung des Blauen Chinesischen Salons und des Miniaturenkabinetts. Längerfristig soll hier außerdem ein historisches Karussell wieder in Betrieb gehen. Dazu kommen drei zusätzliche Hotel-Suiten.
Beim Sisi Museum stehen besonders grosse Änderungen an: Zwölf zusätzliche Räume werden in den Rundgang aufgenommen, darunter fünf bisher nicht öffentlich zugängliche Weissgoldzimmer. Die Museumsfläche wächst um rund 700 Quadratmeter. Die Eröffnung des neuen Sisi Museums ist für den 19. November 2026 geplant.
Auch Schloss Hof rüstet auf. Dort wurde ein mehr als 2.000 Quadratmeter grosser Wassererlebnispfad eröffnet. Ausserdem entstanden 64 überdachte Stellplätze, 465 Photovoltaik-Module sollen künftig direkt vor Ort Strom liefern. Ab 2028 will man hier auch ein neues Nächtigungsangebot mit Gästehäusern und Schwimmteich anbieten.