Eine tödliche Gewalttat erschüttert Innsbruck: Eine 37-jährige Frau soll in der Nacht auf Sonntag von ihrem Ehemann (31) mit einem Küchenmesser getötet worden sein. Danach nahm sich der Mann offenbar selbst das Leben. Besonders erschütternd: Die Frau hinterlässt laut "Krone" drei Kinder aus einer früheren Beziehung. Während die beiden jüngeren Söhne (6,8) bei ihr wohnten, lebte der älteste Sohn bei seinem leiblichen Vater. Dorthin sollen nun auch die beiden anderen Kinder gebracht worden sein.
Suizidgedanken? Hol Dir Hilfe, es gibt sie.
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Erst am Samstag hatte die Frau Anzeige erstattet und angegeben, dass sie von ihrem Mann mehrmals bedroht und geschlagen worden sei. "Der 31-Jährige bestritt die Taten jedoch vehement", heißt es seitens der Ermittler. Gegen den Mann wurde deshalb ein Betretungs- und Annäherungsverbot ausgesprochen.
Laut Ermittlern soll es in der Familie zuvor immer wieder zu Gewalt gekommen sein. Wie Philipp Rapold, stellvertretender Leiter des Landeskriminalamtes Tirol, gegenüber dem Blatt erklärt, soll der türkische Staatsangehörige "sehr eifersüchtig" gewesen sein. Demnach soll er auch das Handy der Österreicherin kontrolliert haben.
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Frauenhelpline (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 222 555
Männernotruf (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 246 247
Rat auf Draht: 147
Autonome Frauenhäuser: 01/ 544 08 20
Polizei-Notruf: 133
Die Tat ereignete sich im Stadtteil Olympisches Dorf. Am Sonntag gegen 9 Uhr wurden an der Wohnadresse schließlich zwei Leichen im Stiegenhaus des Mehrparteienhauses entdeckt.
Laut bisherigen Erkenntnissen soll der Mann trotz Wegweisung zur Wohnung zurückgekehrt und sich gewaltsam Zutritt verschafft haben. Nach der aktuellen Auffindesituation gehen die Ermittler davon aus, dass die Frau offenbar flüchten wollte.
Ihr Ehemann dürfte ihr gefolgt sein und sie anschließend mit einem Messer getötet haben. Danach soll sich der Mann selbst das Leben genommen haben.
Wie genau sich die Tat abgespielt hat, ist derzeit noch Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Die Staatsanwaltschaft hat eine Obduktion angeordnet.