Streiks in der Osterwoche

Nach (!) AUA-Streik fallen wieder viele Flüge aus

Bei der AUA kann wohl nichts mehr den angedrohten Streik abwenden. Bizarr: Nicht nur jetzt, sondern auch nach dem Streik fallen zahlreiche Flüge aus.

Newsdesk Heute
Nach (!) AUA-Streik fallen wieder viele Flüge aus
Der Tarifkonflikt des Lufthansa-Bodenpersonals ist beigelegt. Bei der AUA stehen die Zeichen hingegen auf Streik.
ROLAND SCHLAGER / APA / picturedesk.com

Der Tarifkonflikt des Lufthansa-Bodenpersonals ist beigelegt. Nach einer erfolgreichen Schlichtung haben sich Lufthansa und die Gewerkschaft Verdi auf Grundzüge eines Tarifvertrags für die rund 25.000 Beschäftigten geeinigt, wie sie am Mittwochabend in Frankfurt bekannt gaben. Damit sind drohende Streiks dieser Beschäftigtengruppe über die Osterferien abgewendet.

Indes hat es im Kollektivvertrags-Streit des Bordpersonals der Austrian Airlines (AUA) keine Bewegung gegeben (Stand 20:15 Uhr). Aufgrund der Streik-Drohung strich die Fluglinie vorsorglich rund 400 Flüge am Freitag. 

Am Mittwochabend wurde klar: Der AUA-Streik wird konkret. Die nächste Betriebsversammlung wurde für den 4. April 2024 angesetzt, erneut werden Hunderte Passagiere und Tausende Fluggäste betroffen sein.

Bei der Lufthansa hatten beide Seiten seit Montag unter der Moderation der Schlichter – Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) und der frühere Chef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise – hinter verschlossenen Türen verhandelt. Ziel war es, unbefristete Streiks über die Osterferien zu vermeiden. Für den Fall des Scheiterns der Schlichtung hatte Verdi beim Bodenpersonal mit einem unbefristeten Streik gedroht.

"Wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis der Schlichtung", sagte Verdi-Verhandlungsführer Marvin Reschinsky. Michael Niggemann, Personalvorstand der Lufthansa, sagte, man sei ebenfalls sehr zufrieden. "Aber vor uns liegen hohe Investitionen". Die vereinbarten Gehaltssteigerungen lösten jedoch zusätzliche Kosten aus. Details soll es Donnerstag geben.

Bereits fünf Warnstreikrunden organisiert

Die Gewerkschaft hatte für die rund 25.000 Lufthansa-Beschäftigten der Bodendienste bei einer Laufzeit von einem Jahr 12,5 Prozent mehr Geld verlangt, während das Unternehmen bei einer Laufzeit von 28 Monaten 10 Prozent angeboten hatte. Verdi hat beim Bodenpersonal bereits fünf Warnstreikrunden organisiert, in deren Folge Hunderte Flüge ausfielen.

Allerdings gibt es im Luftverkehr noch mehrere weitere Tarifkonflikte. So wurde jüngst im Tarifstreit für die Beschäftigten der privaten Luftsicherheitsdienstleister an den deutschen Flughäfen eine Schlichtung vereinbart. Sie soll unter Leitung des früheren Bremer Finanz-Staatsrats Hans-Henning Lühr (SPD) am Freitag, 5. April, beginnen. Auch die Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter der Lufthansa haben bereits für höhere Gehälter gestreikt, ohne dass sich bislang eine Lösung abgezeichnet hat. Zudem verlangen Piloten und Kabinenpersonal der Lufthansa-Tochter Discover eine Erst-Tarifierung der noch jungen Fluggesellschaft.

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Auf den Punkt gebracht

  • Der Tarifkonflikt des Lufthansa-Bodenpersonals ist beigelegt, nach einer Schlichtung haben sich Lufthansa und Verdi auf Grundzüge eines Tarifvertrags geeinigt und drohende Streiks über die Osterferien wurden abgewendet
  • Im Gegensatz dazu gab es keine Bewegung im Tarifstreit des Bordpersonals der Austrian Airlines, mit vorsorglich gestrichenen Flügen aufgrund von Streik-Drohungen
red
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