Vergab große Chance

Nach Aus bei der WM: Star-Spieler erhält Morddrohungen

Nach dem WM-Aus Kolumbiens gegen die Schweiz hat Jaminton Campaz Morddrohungen erhalten.
Sport Heute
11.07.2026, 06:20
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Nach dem WM-Aus Kolumbiens gegen die Schweiz hat Jaminton Campaz Morddrohungen erhalten. Die Anfeindungen richten sich laut "OneFootball" nicht nur gegen den 26-Jährigen selbst, sondern auch gegen seine Familie.

Die Drohungen sollen inzwischen so massiv sein, dass Campaz aus Angst nicht gemeinsam mit den übrigen Nationalspielern nach Bogotá zurückkehren möchte.

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Für viele kolumbianische Fans wurde der Offensivspieler nach dem 3:4 im Elfmeterschießen zum Sündenbock. Dabei hatte Campaz seinen Strafstoß sicher verwandelt. Zuvor vergab er allerdings in der zweiten Hälfte der Verlängerung nach einem schweren Fehler von Schweiz-Kapitän Granit Xhaka eine große Chance frei vor Torhüter Gregor Kobel.

Zwei Tage nach dem Ausscheiden meldete sich Campaz auf Instagram zu Wort und appellierte an die Fans: "Mein Kolumbien, bitte lasst uns den Respekt niemals aus den Augen verlieren. Wir mögen unterschiedlich denken oder Frustration und Traurigkeit empfinden, aber keine Leidenschaft rechtfertigt Hass oder ein Leben in Angst."

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Auch der kolumbianische Verband verurteilte die Morddrohungen in einer offiziellen Stellungnahme scharf. "Kein Sportler und kein Mitglied seines engsten Umfelds sollte Einschüchterungen ausgesetzt sein, weil er sein Land auf der sportlichen Bühne repräsentiert. Fußball muss ein Ort der Einheit, des Respekts und der Hoffnung sein – niemals ein Schauplatz von Hass, Einschüchterung oder Gewalt."

Der Verband forderte außerdem die Generalstaatsanwaltschaft auf, die Ermittlungen zu beschleunigen und die Urheber der Drohungen ausfindig zu machen.

Der Fall weckt düstere Erinnerungen an die WM 1994. Damals erzielte Andrés Escobar im Spiel gegen die USA ein Eigentor. Wenige Tage nach dem Ausscheiden Kolumbiens wurde der Verteidiger in Medellín ermordet.

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