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Das waren die größten WM-Skandale seit 2002

Nicht nur auf dem Platz schrieb die WM Geschichte. Diese kuriosen, peinlichen und spektakulären Vorfälle sorgten weltweit für Gesprächsstoff.
Sport Heute
13.06.2026, 11:15
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Es war einer der bisherigen Skandale der WM! Nach stundenlanger Ungewissheit ist der Schweizer Stürmer Breel Embolo aufgrund von Visa-Problemen 72 Stunden nach seinen Teamkollegen im Nati-Camp in San Diego eingetroffen. Ab sofort kann er sich auf die am Donnerstag beginnende WM vorbereiten.

Ein Blick in die Geschichte zeigt: Auch in der Vergangenheit gab es rund um die Fußball-Weltmeisterschaften, sei es im Vorfeld oder während des Turniers, manche Kuriositäten abseits des eigentlichen Spielgeschehens, die die verschiedenen Nationen auf Trab hielten. Wir liefern dir nachfolgend eine Übersicht über die wichtigsten Ereignisse der letzten sechs Weltmeisterschaften.

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WM 2002: Eine Affäre spaltet das Land

Vor der WM 2002 bereitete sich Irland auf der Pazifikinsel Saipan vor. Kapitän und Superstar Roy Keane war schockiert über die Organisation. Die Probleme: schlechte Trainingsplätze, mangelhafte Ausrüstung und allgemein aus seiner Sicht eine unprofessionelle Vorbereitung. Keane kritisierte den irischen Verband öffentlich und geriet darüber mit Nationaltrainer Mick McCarthy heftig aneinander.

Der Trainer warf Keane in der Folge aus dem Kader. Irlands wichtigster Spieler verpasste die gesamte WM – wenige Tage vor dem ersten Spiel. Die Affäre spaltete in der Folge ganz Irland.

WM 2006: Gute Vorbereitung ist alles

Vor der WM 2006 in Deutschland galt Brasilien als haushoher Favorit. Der Kader war voller Superstars: Ronaldinho, Ronaldo, Kaká, Adriano, Roberto Carlos und Cafu. Die Brasilianer schlugen ihr Trainingscamp im Vorfeld der WM in der Schweiz auf. Statt abgeschotteter Konzentration entwickelte sich das Camp zu einem riesigen Medienspektakel. Zehntausende Fans pilgerten zu den Trainings und die Spieler wurden wie Popstars gefeiert – feldstürmende Fans inklusive. Früh im Turnier entstand der Eindruck, dass das Team nicht richtig vorbereitet war. Brasilien gewann zwar seine Gruppe souverän, scheiterte aber bereits im Viertelfinale mit 0:1 gegen Frankreich um Zinédine Zidane.

WM 2010: Frankreich zerstört sich selbst

Die WM 2010 in Südafrika gilt als eine der größten Selbstzerstörungen einer Nationalmannschaft überhaupt. Schon vor dem Turnier war die Stimmung schlecht. Trainer Raymond Domenech war umstritten, viele Spieler vertrauten ihm nicht mehr. Der Knall kam nach dem Gruppenspiel gegen Mexiko. Stürmer Nicolas Anelka beleidigte Domenech in der Halbzeitpause massiv, worauf ihn der Verband nach Hause schickte. Die Spieler solidarisierten sich mit Anelka und boykottierten öffentlich ein Training. Die Bilder des im Bus sitzenden Teams gingen um die Welt. In der Folge schied der Vizeweltmeister von 2006 als Gruppenletzter aus.

WM 2014: Wie ein Wirbel eine Nation zittern lässt

Die WM 2014 in Brasilien wurde praktisch zur "Neymar-WM". Mit nur 22 Jahren war Neymar der größte Star der Seleção. Medien, Fans und Sponsoren konzentrierten sich fast obsessiv auf ihn. Im Viertelfinale gegen Kolumbien wurde Neymar schwer verletzt. Er erlitt einen Bruch eines Rückenwirbels und fiel für den Rest des Turniers aus. Das Land reagierte schockiert: Die Berichterstattung nahm beinahe nationale Trauerzüge an. Vier Tage später verlor Brasilien ohne Neymar im Halbfinal gegen Deutschland mit 1:7 – die wohl größte Niederlage der brasilianischen Fußballgeschichte.

WM 2018: Ein Foto geht um die Welt

Im Mai 2018, wenige Wochen vor der WM in Russland und kurz vor den türkischen Präsidentschaftswahlen, ließen sich die deutschen Nationalspieler Mesut Özil und İlkay Gündoğan in London mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan fotografieren. Erdoğan war damals bereits eine sehr umstrittene politische Figur, und Kritiker warfen den beiden Fußballern vor, sich für den Wahlkampf instrumentalisieren zu lassen. Der DFB kritisierte das Treffen offen. Die Affäre überschattete die gesamte Vorbereitung der deutschen Mannschaft. Bei Testspielen wurden Özil und Gündoğan teilweise ausgepfiffen. Die Medien berichteten wochenlang über kaum etwas anderes.

WM 2022: Salt Bae drängt sich ins Abseits

Nach dem WM-Final 2022 zwischen Argentinien und Frankreich sorgte nicht nur der Weltmeister für Schlagzeilen, sondern überraschenderweise auch der türkische Influencer/Koch Salt Bae. Obwohl er weder FIFA-Offizieller noch Teil des argentinischen Teams war, gelangte Salt Bae nach dem Schlusspfiff auf den Rasen und mischte sich unter die Weltmeister. Dort machte er Selfies mit Spielern und hielt sogar die WM-Trophäe in den Händen. Nicht wenige, auch einige argentinische Weltmeister, empfanden sein Verhalten als aufdringlich, weil er die Feierlichkeiten störte und sich selbst in den Mittelpunkt stellte. Salt Bae wurde in der Folge von mehreren großen Sportveranstaltungen ausgeladen respektive ausgeschlossen.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 13.06.2026, 11:43, 13.06.2026, 11:15
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