Der Jubel im Großen Festspielhaus wollte einfach kein Ende nehmen. Die Euphorie nach der lang erwarteten "Carmen"-Premiere war so groß, dass sich sogar der Beginn der Premierenfeier verzögerte. Gefeiert wurde schließlich auf Schloss Leopoldskron – jenem geschichtsträchtigen Ort, an dem Max Reinhardt einst den Grundstein für die Salzburger Festspiele legte.
Für die erste Überraschung sorgte ausgerechnet Dirigent Teodor Currentzis. Obwohl er Premierenfeiern eigentlich meidet, ließ er sich den Abend diesmal nicht entgehen. Sichtlich erleichtert fiel sein Fazit kurz und knapp aus: "Einfach ein großartiger Abend."
Erst gegen Mitternacht folgten die umjubelten Hauptdarsteller Jonathan Tetelman und Asmik Grigorian. Die Sopranistin strahlte im gelben Sommerkleid mit buntem Haarschmuck. "Ich bin wahnsinnig glücklich, erleichtert und auch ein wenig stolz auf mich selbst. Ich durfte bei diesem Stück unendlich viel dazulernen."
Mit Präsidentin Kristina Hammer, Intendantin Karin Bergmann und kaufmännischem Direktor Lukas Crepaz war die gesamte Festspiel-Spitze vertreten. Auch Suzanne Harf, Martin Weiss sowie Amra und Rainer Deisenhammer ließen sich die Premierenfeier nicht entgehen.
"Meine erste Opernpremiere in Salzburg - und gleich was für eine", resümierte Bergmann, die sich zum Abschluss noch persönlich bei jedem Ensemblemitglied bedankte.