EU-Kommissar gibt Entwarnung

Nach Ceuta-Ansturm – Grenzkontrollen nur vorübergehend

Nach dem Migranten-Ansturm auf Ceuta führten Spanien und Italien Grenzkontrollen ein. EU-Kommissar Brunner stellt nun ein baldiges Ende in Aussicht.
Newsdesk Heute
09.08.2026, 16:26
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Der massive Migranten-Andrang in Ceuta hat inzwischen Folgen für den Schengen-Raum. Spanien und Italien führten gegenseitig Grenzkontrollen ein – EU-Innenkommissar Magnus Brunner stellt nun allerdings ein baldiges Ende der Maßnahmen in Aussicht.

Brunner hatte nach eigenen Angaben Kontakt mit den Innenministern beider Staaten. Am Samstagabend berichtete der ÖVP-Politiker auf X über die Gespräche. "Beide haben bestätigt, dass die Kontrollen an den Binnengrenzen vorübergehend sind."

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Spanien gibt Zusicherung

Der EU-Kommissar verwies zudem auf die bisherigen Maßnahmen gegen illegale Migration. "Ich habe die Fortschritte hervorgehoben, die wir bei der Bekämpfung der illegalen Migration erzielt haben und dass das Vertrauen zwischen den Mitgliedstaaten unser wertvollstes Gut ist", erklärte Brunner.

Aus Madrid habe er zudem eine klare Zusicherung erhalten. Die Ereignisse in Ceuta würden "keine dauerhaften Auswirkungen auf den Schengen-Raum haben".

Auch aus Rom gebe es Bewegung. Laut Brunner gebe es "Signale aus Italien, dass die Kontrollen bald aufgehoben werden könnten".

Kontrollen bis 7. September geplant

Spanien hatte am Samstag damit begonnen, Reisende aus Italien an der Grenze zu kontrollieren. Die Maßnahme soll nach den bisherigen Plänen bis zum 7. September gelten.

Madrid reagierte damit auf Italien. Rom hatte zuvor infolge der Migrationskrise in der spanischen Exklave Ceuta Kontrollen für Reisende aus Spanien eingeführt. Damit kontrollieren sich zwei Schengen-Staaten vorübergehend gegenseitig an ihren Binnengrenzen.

Mehr als 70.000 Menschen erreichten Ceuta

Auslöser ist der massive Andrang auf die spanische Exklave Ceuta an der Grenze zu Marokko. Nach Angaben der spanischen Regierung erreichten Ende Juli mehr als 70.000 Menschen das Gebiet – teilweise schwimmend.

Spanien meldete 80 Todesopfer. Die marokkanischen Behörden sprachen ihrerseits von elf Toten auf ihrem Staatsgebiet. Knapp 2.000 Migranten sollen sich weiterhin in Ceuta befinden.

Keine direkte Weiterreise

Die Ereignisse sorgten insbesondere bei migrationskritischen Regierungen in Europa für Beunruhigung. Eine direkte Weiterreise von Ceuta auf das europäische Festland ohne weitere Kontrolle ist allerdings nicht möglich. Migranten müssen dafür Grenzkontrollen passieren.

Nach den Gesprächen Brunners mit Spanien und Italien zeichnet sich nun zumindest bei den zusätzlich eingeführten Kontrollen zwischen den beiden EU-Staaten eine Entspannung ab.

{title && {title} } red, {title && {title} } 09.08.2026, 16:26