Nach dem historischen Aus gegen den LASK herrscht bei Celtic Glasgow Katerstimmung. Die Schotten verspielten im Champions-League-Play-off einen komfortablen Vorsprung und werden nach der 1:5-Niederlage in Linz von der heimischen Presse scharf kritisiert.
Dabei hatte für Celtic zunächst alles nach Plan ausgesehen. Nach dem 3:0 im Hinspiel gingen die Schotten auch in Linz mit 1:0 in Führung und lagen damit im Gesamtscore bereits 4:0 voran.
Selbst LASK-Trainer Didi Kühbauer wusste zu diesem Zeitpunkt, wie aussichtslos die Situation schien: "Nach dem 0:1 sagst du: 'Pack die Geige ein!'" Doch seine Mannschaft startete eine unglaubliche Aufholjagd, gewann nach Verlängerung mit 5:1 und sicherte sich sensationell das Ticket für die Ligaphase der Champions League.
In Schottland sorgt das Aus für Entsetzen. Die "Scottish Sun" bezeichnet den Auftritt als "beschämend, erbärmlich, ja geradezu unfassbar" und kann kaum glauben, wie Celtic eine derart komfortable Ausgangslage noch verspielen konnte.
Auch "The Scotsman" findet deutliche Worte und spricht von einer "Blamage mit dem historischen Tiefpunkt in Europa". Die Art und Weise des Ausscheidens werfe demnach sogar Fragen über die weitere Entwicklung des Klubs auf.
Nicht nur in Schottland sorgt das LASK-Wunder für Schlagzeilen. Die englische "Daily Mail" schreibt von einer "Nacht voller Demütigungen für den schottischen Meister" und bezeichnet die Ereignisse in Linz als kaum zu glauben.
Die "BBC" fällt ebenfalls ein vernichtendes Urteil: Für Celtic sei es eine der "dunkelsten Nächte der europäischen Geschichte" des Klubs gewesen.