Der ÖFB muss um zwei seiner größten Nachwuchshoffnungen kämpfen. Vasilije Markovic und Ifeanyi Ndukwe haben nach der starken U17-WM auch im Erwachsenenfußball auf sich aufmerksam gemacht und sind längst ins Visier anderer Nationalverbände geraten.
Markovic entwickelte sich nach dem zweiten Platz bei der U17-WM bereits mit 17 Jahren zum Stammspieler bei Austria Wien. Ndukwe sorgte hingegen mit seinem Wechsel von den Veilchen zum FC Liverpool für Schlagzeilen. Weil dem 18-jährigen Innenverteidiger noch die Arbeitserlaubnis für England fehlt, spielt er vorerst beim spanischen Erstligisten Levante.
Beiden wird zugetraut, schon bald den Sprung ins ÖFB-A-Team von Ralf Rangnick zu schaffen. Allerdings ist noch nicht endgültig geklärt, ob ihre Zukunft tatsächlich im rot-weiß-roten Trikot liegt.
Vor allem bei Markovic könnte Handlungsbedarf bestehen. Aufgrund seiner serbischen Wurzeln ist der Mittelfeldspieler auch für Serbien spielberechtigt. Nach Informationen der "Salzburger Nachrichten" soll der serbische Verband bereits Kontakt zur Markovic-Seite aufgenommen und sich nach einem möglichen Nationenwechsel erkundigt haben.
Beim ÖFB bleibt man vorerst gelassen. Nachwuchsboss Sebastian Prödl und Rangnick sollen in engem Austausch mit dem Austria-Talent stehen. Setzt Markovic seine starken Leistungen fort, könnte er bereits Ende September zum Auftakt der Nations League erstmals für das A-Team nominiert werden.
Noch mehr Auswahl hat Ndukwe. Der gebürtige Wiener könnte neben Österreich auch für Russland und Nigeria spielen. Seine Mutter ist Russin, sein Vater Nigerianer. Aktuell gehört der Verteidiger dem österreichischen U21-Kader an, soll aber ebenfalls bei den beiden anderen Verbänden auf dem Zettel stehen.
Sportlich konzentriert sich Ndukwe zunächst auf Levante. Bereits ein Einsatz für die erste Mannschaft der Spanier könnte die Voraussetzungen für eine Arbeitserlaubnis in Großbritannien erfüllen. Damit wäre sogar eine Rückkehr nach Liverpool im Frühjahr möglich. Zeigt der 18-Jährige in den kommenden Monaten auf, dürfte aber auch das ÖFB-A-Team nicht mehr weit entfernt sein.