Nach Infektion musste Tanja zum Riechtraining

Tanja R. setzt auf das Riechtraining.
Tanja R. setzt auf das Riechtraining.privat
Tanja R. erkrankte 2018 vermutlich an einer Vorform des Coronavirus und verlor Geruchs- und Geschmackssinn. Nun holt sie sich beides zurück.

Von diesen Beschwerden hat Tanja R. (52) seit mehr als drei Jahren die Nase voll: Nachdem die Wienerin im Juni 2018 an einem SARS-Virus erkrankte, verlor sie ihren Geruchs- und Geschmackssinn (Parosmie) praktisch komplett. "Ich habe fünf Monate lang gar nichts geschmeckt oder gerochen. Nicht mal bei einem Hundehauferl musste ich die Nase rümpfen. Einmal habe ich sogar versehentlich Essigwasser getrunken", so die 52-Jährige.

Hilfe bietet die Ambulanz für Riech- und Schmeckstörungen am Wiener AKH. Derzeit laufen auch Forschungen zum Thema Häufigkeit und Verlauf der Störungen nach einer Corona-Erkrankung.

Terminvereinbarung: Mo–Fr, 11.30 Uhr bis 14.30 Uhr, unter ☎ 01/40 400-33300

Langsam kamen die Sinne zurück, allerdings nicht wie früher: "Es war, als hätte mich jemand in einen Kübel mit Asche gesteckt. Besonders stark duftende Sachen wie Blumen oder Essen haben grauenvoll gerochen. Bei starkem Parfum bekam ich sogar Brechreiz", erinnert sich die PR-Agenturchefin und Fremdenführerin. Hilfe brachte schließlich ein Riechtraining des AKH Wien: "Jeden Abend muss ich für je 30 Sekunden an vier hochwertigen Aromaölen riechen. Meine Nase setzt Gerüche neu zusammen, kalibriert sich sozusagen neu." Die Wienerin will anderen Betroffenen Mut und Hoffnung machen: "Dank des Trainings hat sich schon viel bei mir gebessert. Es geht bergauf!"

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