Nach Kickl-Besuch: "Infizierte ringen um ihr Leben"

Schon ein Monat zuvor besuchte Herbert Kickl die Kärntner im Rahmen des Freiheitlichen Landesparteitags.
Schon ein Monat zuvor besuchte Herbert Kickl die Kärntner im Rahmen des Freiheitlichen Landesparteitags.GERT EGGENBERGER / APA / picturedesk.com
Kärntens Gesundheitsreferentin berichtet, dass nach Herbert Kickls "Freiheitstour" einige Teilnehmer mit Corona auf der Intensivstation liegen.

Wer sich gegen die Impfung entschied, politisch dagegen eintretende unterstützte und sich bei einem solchen Event mit Corona infizierte, kriegt nun literweise Infusionen und unzählige Medikamente im künstlichen Tiefschlaf verabreicht, um am Leben zu bleiben.

In Kärnten soll das so geschehen sein, berichtet die "Kleine Zeitung". Sie sprach mit Gesundheitsreferentin Beate Prettner von der SPÖ über die dort Anfang November stattgefundene "Freiheitstour" von FPÖ-Chef Herbert Kickl. Diese fand statt, als die Inzidenz längst jenseits der 500 lag und täglich um bis zu 40 Zähler zunahm. Trotzdem saß man dicht gedrängt und maskenlos in Wirtshäusern in Wolfsberg und St. Veit an der Glan .

Einige Intensivpatienten

Mittlerweile stellt Kärnten die Top 3 Bezirke bei der Inzidenz. Bundesweiter Spitzenreiter ist Wolfsberg mit 2.115, dahinter folgen Völkermarkt (1.827) und Spittal an der Drau (1.695). Laut Prettner liege das einerseits daran, dass die Kärntner aktuell die höchste Mobilitätsrate aufweisen (also den Lockdown ignorieren) und es vor wenigen Wochen noch Ansammlungen mit mehreren hundert Menschen gegeben habe.

Konkret nennt sie eben jene "Freiheitstour" der FPÖ. "Nachweislich haben sich da viele, viele Menschen infiziert. Da wurden schwere Verläufe provoziert - einfach nur zur Stimmenmaximierung. Das war ein verantwortungsloses Vorgehen der Freiheitlichen Partei", so die Gesundheitsreferentin in der "Kleinen Zeitung".

Auf Grundlage von Bildern in sozialen Netzwerken habe man erkannt, dass "einige Infizierte inzwischen in den Krankenhäusern liegen, einige auf der Intensivstation um ihr Leben ringen." Der Zusammenhang sei nachweisbar, konkrete Zahlen könne sie aber nicht nennen.

"'Fake News'-Streuerin"

FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz findet hingegen, die SPÖ-Gesundheitslandesrätin mache andere für ihr eigenes Versagen verantwortlich und sei als "'Fake News'-Streuerin unterwegs". Alle Veranstaltungen der "Freiheitstour" wären nach den damals gültigen 3G-Regeln durchgeführt worden. "Frau Prettners Kritik geht damit ins Leere", so Schnedlitz.

Ihrer Analyse zufolge würde das beweisen, dass 3G-Regeln nichts bringen würden. Die FPÖ werde sich weiter an Seite der Bürger stellen, die sich immer lauter gegen das "Corona-Zwangsregime" der Bundesregierung zur Wehr setzen.

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