Nach Messer-Attacke: So verteidigt sich Pflegerin

In der Wohnung ihrer Klienten soll eine rumänische Pflegerin (21) 20 Mal auf einen Pensionisten eingestochen haben. Sie sitzt derzeit in U-Haft.

Zahlreiche Polizeistreifen rasten vergangenen Freitag in der Früh zum Haus von Franz L. (83) und seiner pflegebedürftigen Frau Ludmilla (86) L. in Doppl bei Leonding. Der Grund: Wie berichtet, soll die rumänische Pflegerin Florina B. (21) 20 Mal auf den 83-Jährigen eingestochen haben.

Mit einem Küchenmesser habe die Rumänin laut Polizei dem Senioren in den Kopf, Schulter, Arm und Rücken gestochen. Die Ehefrau des Opfers hat während der Horror-Tat geschlafen.

Der 83-Jährige erholt sich derzeit im Universitätsklinikum von seinen schweren Verletzungen. Er ist ansprechbar und meinte in einer ersten Befragung, die Pflegerin habe ohne Grund auf ihn eingestochen. Die Rumänin war seit rund zwei Wochen bei dem Ehepaar zu Hause. Die Senioren seien aber mit ihrer Arbeit absolut nicht zufrieden gewesen.

Keinen sexuellen Hintergrund



Die 21-Jährige, die derzeit in U-Haft sitzt, hat sich nun auch zu den Vorwürfen geäußert. "Sie hat angegeben, sie sei geschlagen worden. Sie sagt, der Mann soll sie auch beschimpft haben. Die Beschuldigte hat allerdings sehr widersprüchliche Angaben gemacht", so Staatsanwältin Ulrike Breiteneder zu "Heute".

Sexuelle Übergriffe hat es laut Staatsanwaltschaft im Vorfeld keine gegeben. Auch in den Tagen zuvor soll es zu keinen Angriffen gekommen sein.

In den nächsten Tagen sind weitere Befragungen geplant. In zwei Wochen wird dann entschieden, ob die U-Haft verlängert wird.

(mip)

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