Nach Messer-Stich suchte Mama Ersthelfer auf Facebook

Gabriel H. wurde von einem Unbekannten mit einem Messer schwer verletzt. Seine Mutter (kl. Foto) erhielt mitten in der Nacht einen Anruf vom Notarzt.
Gabriel H. wurde von einem Unbekannten mit einem Messer schwer verletzt. Seine Mutter (kl. Foto) erhielt mitten in der Nacht einen Anruf vom Notarzt.privat
Nach dem Zeltfest in Eschenau wurde Gabriel H. (16) niedergestochen. Seine Mama suchte nun auf Facebook die Ersthelfer ihres Sohnes und wurde fündig.

"Mein Sohn wurde heute am Eschenauer Zeltfest niedergestochen und schwer verletzt, nun möchte ich auf diesem Weg die Ersthelfer, die meinem Sohn sofort geholfen und die Rettungskette in Gang gesetzt haben, finden (sic)" – das postete Nadia H. (49) Sonntagabend auf ihrer Facebookseite.

Wie ausführlich berichtet, war ihr erst 16-jähriger Sohn Gabriel H. in der Nacht auf Sonntag nach dem Zeltfest in Eschenau (Bez. Grieskirchen) von einem Unbekannten mit dem Messer attackiert und schwer verletzt worden. Der Jugendliche hatte einen Stich in die Lunge erlitten, konnte durch eine Operation gerettet werden. Er ist inzwischen außer Lebensgefahr.

Der Facebook-Aufruf von Gabriels Mama wurde inzwischen mehr als 1.200 mal geteilt und hat dadurch auch seinen Sinn erfüllt. Die 49-Jährige aus St. Georgen bei Grieskirchen (Bez. Grieskirchen) konnte inzwischen alle fünf Ersthelfer, die ihren Sohn bis zum Eintreffen des Notarztes versorgten, ausfindig machen. 

"Ich bin so froh, dass mein Sohn lebt. Ich möchte gar nicht daran denken, was alles passieren hätte können, wären die Ersthelfer nicht zur Stelle gewesen. Ich bin so unendlich dankbar, dass sie meinem Buben geholfen haben. Das kann ich gar nicht in Worte fassen. Ich habe alle fünf schon kontaktiert", so die Mama im "Heute"-Gespräch.

Dabei soll es aber nicht bleiben. Denn die zweifache Mutter (der 18-jährige Jonas war auch auf dem Zeltfest, hat von dem Angriff aber nichts mitbekommen) will sich mit allen Beteiligten persönlich treffen. "Ich möchte mich noch von Angesicht zu Angesicht bei jedem Einzelnen bedanken für diese Heldentat."

Auf Normalstation verlegt

Doch zunächst will die zweifache Mama natürlich rund um die Uhr für ihren Buben da sein. Sie sagt: "Mein Mann und ich sind so oft es geht bei ihm. Er wurde mittlerweile auf die Normalstation verlegt. Die Ärzte sagten mir, dass Gabriel alles ohne bleibende Schäden überstehen wird." Wie lange er allerdings noch im Spital bleiben muss, ist ungewiss.

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Das Tatmotiv ist derzeit noch völlig unklar. Auch die Tatwaffe, ersten Aussagen zufolge ein Küchenmesser, ist auch noch nicht aufgetaucht. Fest steht derzeit nur, dass der 16-Jährige am heutigen Dienstag oder morgen von den Ermittlern befragt werden soll.

Und bis dahin weicht Mama Nadia sicherlich nicht von der Seite ihres Buben ...

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