Es war einer der emotionalsten Momente des Abends, doch lange blieb Collien Fernandes nicht im Studio. Nach nur rund 17 Minuten verließ die Moderatorin die ARD-Talkshow "Caren Miosga" wieder.
Zuvor hatte Fernandes eindringlich ihre Sicht geschildert und über die mutmaßlichen Vorfälle gesprochen, die sie seit Jahren belasten sollen.
Ihr Auftritt war deutlich, emotional und ohne Zurückhaltung. Man hörte, wie die Stimme von Collien hier und da zitterte. Sie zupfte immer wieder an ihren Ärmeln. Doch dann zog sie sich aus der Runde zurück.
Nach ihrem Abgang übernahmen andere Gäste die Diskussion: Unter anderem Stefanie Hubig, die deutsche Bundesjustizministerin der SPD, sowie Ronen Steinke, leitender Redakteur bei der "Süddeutschen Zeitung".
Du oder jemand, den du kennst, benötigt Hilfe in Bezug auf psychische, körperliche oder sexuelle Gewalt?
Hier findest du sie:
Frauenhelpline (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 222 555
Männernotruf (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 246 247
Rat auf Draht: 147
Autonome Frauenhäuser: 01/ 544 08 20
Gewaltschutzzentren: +43 1 585 32 88
Weisser Ring: 0800 112 112
TelefonSeelsorge – Notruf 142 (täglich 0-24 Uhr)
Der Fokus verlagerte sich damit stärker auf die politische und rechtliche Einordnung des Themas "digitale Gewalt".
Warum Fernandes die Sendung so früh verließ, wurde nicht im Detail erläutert. Möglich ist, dass der Ablauf bewusst so geplant war – ihr Auftritt als persönliches Statement, gefolgt von einer breiteren Diskussion.
Die von Fernandes geschilderten Vorwürfe sind Teil eines laufenden und nicht abschließend geklärten Sachverhalts. Für alle Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung.