Noch bevor die Sendung am Sonntagabend ausgestrahlt wird, sorgt sie bereits für heftige Diskussionen. In der ARD-Talkshow "Caren Miosga" soll es um das Thema "Digitale Gewalt – wie können Frauen besser geschützt werden?" gehen.
Im Zentrum steht dabei auch der Fall rund um Collien Fernandes und ihren Ex-Mann Christian Ulmen.
Ulmens Anwalt, Christian Schertz, kritisiert die Sendung scharf. Er wirft der Redaktion vor, einseitig zu berichten und spricht laut Berichten sogar von einem "eklatant rechtsstaatswidrigen" Vorgehen.
Sein Hauptkritikpunkt: In der Runde seien mit Collien Fernandes und Stefanie Hubig zwei Stimmen vertreten, die aus seiner Sicht nur eine Perspektive abbilden würden. Ulmen selbst wird nicht in der Sendung zu Gast sein.
Der Anwalt gibt an, angeboten zu haben, selbst teilzunehmen.
Die Redaktion der Sendung weist die Vorwürfe jedoch entschieden zurück. Man habe sehr wohl versucht, die andere Seite einzubinden, heißt es.
Du oder jemand, den du kennst, benötigt Hilfe in Bezug auf psychische, körperliche oder sexuelle Gewalt?
Hier findest du sie:
Frauenhelpline (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 222 555
Männernotruf (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 246 247
Rat auf Draht: 147
Autonome Frauenhäuser: 01/ 544 08 20
Gewaltschutzzentren: +43 1 585 32 88
Weisser Ring: 0800 112 112
TelefonSeelsorge – Notruf 142 (täglich 0-24 Uhr)
Demnach habe es ein Telefonat zwischen dem Anwalt und der Redaktion gegeben. Zudem sei ein umfangreicher Fragenkatalog übermittelt worden – mit Frist zur Stellungnahme. Eine inhaltliche Antwort sei laut Redaktion jedoch nicht eingegangen.
Den Vorwurf der Einseitigkeit weist die ARD klar zurück. Man habe alle journalistischen Standards eingehalten und arbeite nach den Grundsätzen der Verdachtsberichterstattung.
Die Redaktion betont zudem, dass es in der Sendung nicht um eine Vorverurteilung gehe. Vielmehr stehe ein gesellschaftlich relevantes Thema im Fokus: mögliche Schutzlücken bei digitaler Gewalt gegen Frauen.
Der Fall Ulmen diene dabei als Ausgangspunkt für die Diskussion.
Auch wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass in der Sendung die Unschuldsvermutung gewahrt werde.
Auslöser der Debatte sind schwere Vorwürfe von Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann. Es geht unter anderem um angebliche Fake-Profile und die Verbreitung intimer Inhalte.
Die Vorwürfe sind Gegenstand laufender Ermittlungen. Ulmens Anwalt weist zentrale Punkte entschieden zurück.
Während die eine Seite von einem "Fernsehgericht" spricht, verweist die andere auf Pressefreiheit und journalistische Sorgfalt.