Sport-Boss muss gehen

Nach ÖFB-Knall – Details zu Schöttel-Aus sickern durch

Nach gut neun Jahren ist die Ära von Peter Schöttel beim ÖFB zu Ende. Sein Abgang ist seit Freitag offiziell, nun sickerten die Hintergründe durch.
Sport Heute
11.09.2026, 19:40
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Schöttel hatte 2017 beim österreichischen Fußballverband angeheuert – zunächst als U19-Teamchef, nur Monate später übernahm der Ex-Teamspieler nach der Trennung von Willi Ruttensteiner dann das Amt des Sportdirektors. Schöttel war es auch, der Teamchef Ralf Rangnick 2022 an Bord holte – ein Coup, der ihm nun aber den Job gekostet hatte. In einer Aufsichtsratssitzung am ÖFB-Campus in Wien wurde am Freitag das Schöttel-Aus beschlossen.

Der Verband führte schließlich "unterschiedliche Vorstellungen hinsichtlich der künftigen strategischen Ausrichtung und Ausgestaltung der Position" als Grund für die Trennung nach neun Jahren an. Gleichzeitig betonte der ÖFB "ausdrücklich die Wertschätzung für die von Peter Schöttel in den vergangenen neun Jahren geleistete Arbeit sowie für seine Person."

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"Wenn Rangnick ein Problem hat..."

Dass Schöttel gehen muss, kommt jedenfalls nicht überraschend. Schon in den letzten Tagen war getuschelt worden, dass es für den 59-Jährigen eng werden könnte. "Sky"-Mann Marko Stankovic, selbst einmaliger ÖFB-Teamspieler, hat kurz nach der offiziellen Bekanntgabe des Schöttel-Aus einige Details genannt: "Er hat Ralf Rangnick zum ÖFB geholt, damit hat er sehr viel Gutes gemacht. Jetzt hat sich das Blatt gewendet."

Stankovic erklärte danach, was er damit meint: "Wenn man Ralf Rangnick kennt: Wenn er ein Problem mit jemandem hat – und ich habe gehört, dass Ralf Rangnick nicht so begeistert war von der Arbeit von Peter Schöttel – dann hat man ein Problem." Und weiter meinte Stankovic: "Das Problem ist nun aus der Welt geschafft worden. Es war absehbar, dass Ralf Rangnick und Peter Schöttel auf Sicht nicht zusammenpassen. Dementsprechend war es logisch."

Nachfolger-Entscheidung am Montag

Ein Nachfolger steht noch nicht fest. Dazu wird der ÖFB-Aufsichtsratsvorsitzende Josef Pröll im Rahmen der Kaderbekanntgabe für die Nations League am Montag Stellung nehmen. Doch ein Favorit steht bereits in den Startlöchern: Ex-Teamspieler Sebastian Prödl. Der war Anfang 2025 – auch auf Initiative von Rangnick – als Leiter der ÖFB-Nachwuchsabteilung eingesetzt worden.

"Ich kenne Basti sehr gut. Seine Entwicklung auf menschlicher Ebene und bei dem, was er nach der Karriere gemacht hat, ist sehr gut", erzählte Stankovic. Viel wichtiger allerdings: "Er ist sehr gut mit Ralf Rangnick. Aus meiner Sicht ist es ganz logisch, ich glaube, dass er es werden wird."

red,11.09.2026, 19:40