Droht jetzt das Aus?

Nach Olympia-Schock: Düstere Prognose für Skispringen

Der Schock sitzt ganz schön tief. Die Nordische Kombination ist aus dem Olympia-Programm geflogen. Geht es bald dem Skispringen an den Kragen?
Sport Heute
10.07.2026, 18:35
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Olympia 2030 steigt ohne Johannes Lamparter und Co. Das IOC hat die Nordische Kombination nun auch offiziell aus dem Programm für die Olympischen Winterspiele 2030 in den französischen Alpen gestrichen. Schon 2026 in Norditalien war die so traditionsreiche Sportart, die stets österreichischer Medaillengarant war, nur per Ausnahmegenehmigung im Olympia-Programm geblieben – allerdings nur die Männer-Bewerbe, die Frauen waren gar nicht aufgenommen worden.

Das Problem sei, dass die Sportart zu wenig attraktiv sei – weder für Fans vor Ort, noch für TV-Zuschauer. Und dass die Nordische Kombi bei den drei letzten Olympischen Winterspielen stets die unbeliebteste Sportart gewesen sei. Ebenso ein Problem: die fehlende Leistungsdichte und die geringe Anzahl an Nationen mit Top-Athleten – sowohl bei den Männern, als auch bei den Frauen.

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Nach dem Aus im Programm der Olympischen Spiele steht nun die gesamte Sportart auf der Kippe. Ohne die Medaillen-Perspektive könnten sich die Stars anders orientieren.

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Muss jetzt das Skispringen zittern?

Doch es könnte auch weitreichende Folgen geben. Davor warnte zumindest nun der ehemalige Kombinierer-Star Jörgen Graabak im norwegischen TV. Seiner Meinung nach könnte es nach der so traditionsreichen Kombination auch bald dem Skispringen an den Kragen gehen. Dies könnte eine direkte Folge der Kombi-Streichung sein.

"Das Hauptproblem ist, dass die Instandhaltung der Schanzen teuer ist und sich der Aufwand nur für eine Sportart weniger rechnet als für zwei. Das muss eine Warnung sein", so Graabak beim norwegischen Sender "TV2". Was der Ex-Kombinierer meint: Schon jetzt ist das Errichten und Betreiben von Schanzenanlagen einer der größten Knackpunkte bei Olympischen Winterspielen. Die Schanzenanlage der letzten Olympischen Spiele sucht man, mit Ausnahme von 2026 in Predazzo, im Weltcup vergebens. Es sind andere Länder, die den Sport tragen – Österreich, Deutschland, Finnland, Norwegen, Slowenien, Polen. Neue Schanzen bloß für die Skisprung-Bewerbe zu errichten, könnte sich nicht rechnen.

Innerhalb Norwegens kamen jedoch schnell beruhigende Stimmen auf. So meinte Sprung-Ass Johann Andre Forfang: "Bei Olympia gehört das Skispringen zu den Sportarten, die weltweit das größte Interesse wecken." Und Norwegens Sportdirektor der Nordischen, Jan-Erik Aalbu, beruhigte ebenso, ein Skisprung-Aus sei nicht realistisch. Gleichzeitig versuchte er auch zu erklären, dass die Nordische Kombi sehr wohl auch überleben könne: "Es geht um die Aufmerksamkeit. Wir sprechen hier von zwei Wochen alle vier Jahre." Aber eben von einer stark nach unten geschraubten Perspektive.

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