Am 15. November um 2 Uhr in der Früh wurde die Feuerwehr Gloggnitz zu einem "Fahrzeugbrand" auf die S6 gerufen. Am Einsatzort angekommen, trauten die Helfer ihren Augen nicht: Drei Insassen (zwei Frauen, ein Mann) hatten nach einer Fahrzeugpanne die Pannendienstnotrufnummer gewählt.
Inzwischen waren bereits drei Stunden vergangen. Um sich warmzuhalten, entschied sich das Trio für ein Lagerfeuer am Pannenstreifen – die Feuerwehr löschte, beim Abrücken traf auch der Pannendienst ein.
Die Alarmierung zu dem "Fahrzeugbrand" auf die Semmering-Schnellstraße S6 in Fahrtrichtung Wiener Neustadt war um exakt 2.02 Uhr erfolgt.
An der Einsatzstelle angekommen, zeigte sich folgende Situation: Ein Kleintransporter stand auf dem Pannenstreifen, davor drei Personen (2 Frauen, 1 Mann) und vor dem Fahrzeug ein Lagerfeuer. Nach Befragung der beteiligten Personen wurde Einsatzleiter und Brandrat Thomas Rauch mitgeteilt, dass aufgrund eines technischen Defektes am Fahrzeug ein Pannendienst angerufen wurde – ohne dass bislang Hilfe eingetroffen war. Seit dem ersten Anrufen bei der Pannendienstnotrufnummer waren bereits 3(!) Stunden vergangen.
Da im Fahrzeug auch kein Heizen möglich war (laut einem Beteiligtem war die Batterie defekt)
entschieden sich die Insassen kurzerhand ein Lagerfeuer zu machen, um sich bei den niedrigen Temperaturen zu wärmen. Das "Brennholz" dürften sie von dem angrenzenden Wald entlang der S6 genommen haben.
Schlussendlich wurde das Feuer abgelöscht und die Einsatzstelle an die Exekutive übergeben.
Beim Abrücken der Feuerwehr traf schließlich auch der Pannendienst ein.
Rauch: "In meinen mehr als 40 Jahren im Einsatzdienst habe ich schon sehr viel erlebt und gesehen. Dennoch gibt es immer wieder Überraschungen – vor allem bei kuriosen Einsätzen wie jenem, den wir heute Nacht erlebt haben."