In den frühen Morgenstunden des Sonntags wurden die Feuerwehren Leopoldsdorf, Maria Lanzendorf und Lanzendorf zu einem Kellerbrand in die Leopoldsdorfer Wiesenwerkgasse (Bezirk Bruck/Leitha) alarmiert – "Heute" berichtete hier.
Um 5.35 Uhr erfolgte die Alarmierung durch die Landeswarnzentrale zu einem Zimmerbrand mit den zusätzlichen Informationen "Kellerbrand, keine Personen im Gebäude".
Innerhalb weniger Minuten rückten mehrere Fahrzeuge zu der gemeldeten Einsatzadresse aus. "Während der Anfahrt wurde per Funk an den Einsatzleiter gemeldet, dass sich entgegen erster Annahme, noch eine Person im Gebäude befinden soll", heißt es seitens der FF Leopoldsdorf.
Sofort wurde die Personensuche in dem stark verrauchten Keller durch Atemschutztrupps in Gang gesetzt. Erschwert wurde die Suche durch eine enorme Menge an Unrat.
Da der Zutritt in die angebaute Garage durch das Innere des Gebäudes nicht möglich war, musste das Garagentor mit schweren hydraulischen Rettungsgeräten gewaltsam geöffnet werden. In der Garage konnte schließlich die gesuchte Person gefunden werden.
Trotz rascher Reanimationsmaßnahmen starb ein 67-Jähriger noch vor Ort. Eine Frau hatte sich, wie berichtet, noch in Sicherheit bringen können.
Im Laufe des Einsatzes wurde die Feuerwehr Hennersdorf zur Unterstützung mit weiteren Atemschutzträger nachalarmiert. Die Meldung "Brand aus" erfolgte um 6.32 Uhr. Bei der verstorbenen Person handelt es sich laut Feuerwehrkameraden um den langjährigen Kameraden und Unterstützer Johann Mosandl der Feuerwehr Leopoldsdorf: "Die Feuerwehr Leopoldsdorf spricht allen Hinterbliebenen ihr aufrichtiges Beileid aus und trauert mit." Mosandl war früher auch Bürgermeister der Gemeinde – von 2005 bis 2007 war er für die ÖVP Bürgermeister von Leopoldsdorf.
Die Ursache des Brandes, der im Bereich eines Heizraumes ausgebrochen war, ist laut derzeitigem Stand unklar und Grund polizeilicher Ermittlungen. Die Brandsicherheitswache wurde durch die Feuerwehr Himberg gehalten.
Die weiteren Erhebungen sowie die Brandursachenermittlung werden vom Landeskriminalamt Niederösterreich, Ermittlungsbereich Brand- und Explosionsdelikte, übernommen.