Fast zwei Wochen nach einem gewaltsamen Angriff auf eine Politikerin aus Kärnten verschärft sich die Situation: Wie ihr Anwalt Alexander Todor-Kostic berichtet, sind die Verletzungen schwerwiegender als zunächst angenommen.
"Meine Mandantin leidet noch sehr unter den Folgen des Angriffs", sagt Todor-Kostic. Die Politikerin wurde mittlerweile auf die Neurologie einer Spezialklinik verlegt und befindet sich zusätzlich in psychologischer Behandlung.
Der Angriff ereignete sich am 12. Februar vor einem Wohnhaus in Kärnten. Die Politikerin wollte offenbar persönliche Gegenstände an ihren Ex-Freund zurückgeben, mit dem sie eine rund einjährige außereheliche Beziehung geführt hatte. Stattdessen traf sie auf die Ehefrau ihres Ex-Freundes. Ein verbaler Streit eskalierte laut Anzeige, als die Frau der Ex-Geliebten mutmaßlich mit einer Schneeschaufel gegen den Kopf schlug.
Die Staatsanwaltschaft Klagenfurt prüft derzeit den Bericht des Landeskriminalamts. "Der Sachverhalt und die rechtliche Einordnung werden geprüft", erklärt Behördensprecher Markus Kitz in der "Kleinen Zeitung". Weitere Details sind momentan nicht bekannt.
Nicht ausgeschlossen ist, dass auch gegen die Politikerin ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wird – etwa, falls die mutmaßliche Angreiferin bei der Auseinandersetzung selbst verletzt wurde und Anzeige erstattet. In diesem Fall müsste zuvor die Immunität der Politikerin aufgehoben werden.
Besondere Aufmerksamkeit erfährt der Fall auch wegen der familiären Verbindungen: Der Ehemann der mutmaßlichen Angreiferin ist Polizeibeamter. Um jeden Anschein von Befangenheit zu vermeiden, hat das Landeskriminalamt die Ermittlungen übernommen.