Nach der Trennung von Geschäftsführer Alexander Pale ist die Causa Hospiz Alm noch nicht abgeschlossen. Im Gegenteil: Nun wird deutlicher, was im Zuge der internen Prüfung für Unruhe gesorgt hat – und warum der berühmte Weinkeller dabei eine zentrale Rolle spielt. Für alle Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung.
Der Betrieb hatte sich mitten in der Saison von Pale getrennt. Vorausgegangen war eine interne Überprüfung, bei der laut Berichten operative Abläufe und interne Kontrollmechanismen unter die Lupe genommen wurden.
Konkret geht es demnach um Unregelmäßigkeiten im Bereich des Weinkellers. Im Zuge von Inventuren sollen Fehlbestände bei hochpreisigen Weinflaschen aufgefallen sein. Daraus ergab sich der Verdacht, dass Flaschen unberechtigt entnommen worden sein könnten.
Ein öffentlicher Vorwurf, wonach Pale persönlich Weinflaschen entwendet habe, liegt nicht vor. Im Zentrum stehen vielmehr Fragen nach Zugriffsrechten, Verantwortung und internen Kontrollen – ein besonders sensibles Thema in einem Betrieb, der für eine der exklusivsten Weinsammlungen der Alpen bekannt ist.
In einem auf Instagram veröffentlichten Statement widerspricht Alexander Pale den Vorwürfen entschieden. Er erklärt, ihm sei bis heute keine konkrete Grundlage für die Anschuldigungen vorgelegt worden. Sein Einsatz habe stets der Hospiz Alm gegolten, einem Betrieb, in dem er aufgewachsen sei.
Zum Weinkeller betont Pale, dass mehrere Personen Zugriff gehabt hätten. Vorschläge zur Digitalisierung und zu einer neuerlichen Inventur seien laut ihm abgelehnt worden. Zudem ortet er offenen Klärungsbedarf bei einer vereinbarten Prämie. Weitere rechtliche Schritte schließt er nicht aus.
Wie gastro.news berichtet, sorgt der Fall auch wegen seiner familiären Dimension für Gesprächsstoff. Neben Pale wurde auch dessen Vater, langjährig im Betrieb tätig, vorübergehend freigestellt. Öffentliche Vorwürfe gegen ihn gibt es nicht.
Der laufende Betrieb der Hospiz Alm soll davon unberührt bleiben. Die Geschäftsführung wurde interimistisch aus dem Eigentümerumfeld übernommen. Ziel sei es, den Gästen weiterhin den gewohnten Standard zu bieten – während die Vorwürfe intern und rechtlich weiter aufgearbeitet werden.