Der bulgarische Fußball trauert um eine seiner größten Persönlichkeiten: Torhüter-Ikone Borislaw Michajlow ist im Alter von 63 Jahren verstorben. Das bestätigte der nationale Verband, der seinen langjährigen Präsidenten als "Legende des bulgarischen Fußballs" würdigte.
Michajlow war eine Schlüsselfigur der erfolgreichsten Ära des Landes. Als Stammtorhüter und Kapitän führte er Bulgarien bei der Weltmeisterschaft 1994 in den USA sensationell bis ins Halbfinale. Der vierte Platz gilt bis heute als größter Erfolg der Fußballgeschichte des Landes. Unvergessen bleibt dabei vor allem der überraschende 2:1-Erfolg im Viertelfinale gegen Titelverteidiger Deutschland, bei dem Michajlow maßgeblich beteiligt war.
Insgesamt absolvierte er 102 Länderspiele und zählte lange zu den Rekordspielern Bulgariens. Bereits 1986 war er bei einer WM-Endrunde im Einsatz und etablierte sich früh als fixe Größe im Nationalteam.
Auch auf Klubebene feierte der in Sofia geborene Keeper große Erfolge, vor allem mit Lewski Sofia, wo er mehrfach Meister und Cupsieger wurde. Später stand er zudem in Portugal, Frankreich, England und der Schweiz unter Vertrag, ehe er Ende der 1990er-Jahre seine aktive Karriere beendete.
Dem Fußball blieb Michajlow auch danach eng verbunden: Von 2005 bis 2023 führte er den bulgarischen Verband und war zudem Mitglied im UEFA-Exekutivkomitee. In den vergangenen Jahren war es ruhiger um ihn geworden. 2025 erlitt Michajlow einen schweren Schlaganfall und lag mehrere Monate im Koma, von dem er sich nicht mehr vollständig erholte.