Wer derzeit durch die Wiener Innenstadt spaziert, könnte plötzlich einem alten Bekannten aus der deutschen YouTube-Szene begegnen. Zelemkhan Arsanov, besser bekannt als Mois, taucht wieder regelmäßig in der Bundeshauptstadt auf – und macht daraus Content für ein Millionenpublikum.
Wie "jetzt.at" berichtet, zieht der YouTuber und Rapper unter anderem durch die Wiener Innenstadt, verteilt Sneaker, Süßigkeiten und Bargeld an Kinder und Jugendliche und lässt die Aktionen für seine Social-Media-Kanäle filmen. Zu sehen war er dabei etwa am Stephansplatz.
Für Mois ist Österreich dabei alles andere als unbekanntes Terrain. Der gebürtige Tschetschene kam als Jugendlicher mit seiner Familie nach Österreich, lebte in der Steiermark und studierte später in Wien. Erst danach zog es ihn nach Deutschland, wo seine große YouTube-Karriere begann.
Zeitweise erreichte Mois mit seinen Videos ein Millionenpublikum und wurde zu einer festen Größe in der Deutschrap-Szene. Er arbeitete mit bekannten Rappern zusammen und baute rund um seine "Keller"-Crew ein eigenes Influencer-Imperium auf.
Dann folgte ein öffentlicher Absturz. Mois sorgte mit zahlreichen Eskalationen für Schlagzeilen, seine Kanäle wurden gesperrt und sein Verhalten zunehmend zum Thema. Der RBB widmete seiner Geschichte mittlerweile sogar eine sechsteilige Podcast-Serie mit dem Titel "Der Absturz von Mois".
Nun versucht der 35-Jährige offenbar, sich ein neues Image aufzubauen. Statt Rap-Beefs und Eskalationen stehen auf seinen Kanälen wieder häufiger emotionale Videos und Aktionen mit Fans im Mittelpunkt.
Und das scheint zumindest Reichweite zu bringen.
Reichweite bedeutet allerdings nicht automatisch Reichtum. Erst im Frühjahr sorgte Mois für Staunen, als er offenlegte, wie viel er derzeit mit TikTok verdient.
Ein von ihm veröffentlichter Screenshot zeigte demnach Einnahmen von gerade einmal 671 US-Dollar innerhalb einer Woche. Für die Menge an Aufrufen überraschend wenig. Mois selbst zeigte sich dennoch dankbar und erklärte, seine Community sei für ihn in schwierigen Zeiten ein wichtiger Antrieb gewesen.
Ob aus dem Social-Media-Neustart tatsächlich ein dauerhaftes Comeback wird, muss sich erst zeigen. Fest steht aber: Mois ist wieder da – und Wien ist plötzlich seine Bühne.