Dieser Satz ließ Arabella Kiesbauer nicht kalt: Als Kanzler Christian Stocker beim Bürgerdialog erklärte, Kinderbetreuung sehe er "nicht als Arbeit", reagierte die Moderatorin sofort.
Als zweifache Mutter hielt sie dagegen – und sprach damit wohl vielen Eltern aus der Seele.
Eigentlich sollte Kiesbauer am Donnerstag in Salzburg nur durch den Bürgerdialog von Bundeskanzler Christian Stocker führen. Doch dann sorgte eine Aussage des Regierungschefs für Aufsehen – und die 57-Jährige wollte sie nicht einfach so stehen lassen.
Auf das Thema Kinderbetreuung angesprochen, erklärte Stocker, diese würde er "nicht als Arbeit sehen". Kiesbauer reagierte prompt. Ohne die Mütter, hielt sie dem Kanzler entgegen, würde schließlich das gesamte System zusammenbrechen. Sie forderte eine gerechtere Aufteilung sowie mehr Anerkennung. Im Saal erntete sie dafür Zustimmung und Applaus.
Für einen kurzen Moment war Kiesbauer damit nicht nur Moderatorin, sondern auch die Stimme jener Mütter und Eltern, die Tag für Tag Familienarbeit leisten – meist unbezahlt und oft ganz selbstverständlich neben dem Beruf.
Dass das Thema Kiesbauer persönlich beschäftigt, überrascht wenig. Mit Tochter Nika (18) und Sohn Neo (15) kennt die Moderatorin den Familienalltag aus eigener Erfahrung. Wie sehr sie in ihrer Mutterrolle aufgeht, verriet sie zuletzt auch in einem Interview mit der "Gala". "Ich bin so eine richtige Mama und eine richtige Glucke", gesteht Kiesbauer dort.
Besonders stolz ist sie auf ihre Tochter, die mit gerade einmal 18 Jahren bereits zwei Abschlüsse geschafft hat. Mit ihrem 15-jährigen Sohn erlebt sie dagegen gerade alle Höhen und Tiefen der Pubertät. "Wir lieben und wir hassen uns momentan und wir streiten und schmusen", beschreibt Kiesbauer das Verhältnis.