Für Italien wird es immer schlimmer! Nach dem Ausscheiden im WM-Play-off gegen Bosnien ist die Austragung der Heim-EM 2032 in Gefahr. Der Präsident der UEFA, Aleksander Ceferin, macht nämlich ernst: Italien müsse dringend bei den Stadien nachbessern, sonst könnte die EM 2032 nicht wie geplant im eigenen Land stattfinden. Gegenüber der italienischen Sportzeitung "Gazzetta dello Sport" sagte Ceferin: "Die EM 2032 ist geplant und wird stattfinden." Doch er hoffe, dass Italien die nötige Infrastruktur auf die Beine stellt. "Andernfalls wird das Turnier nicht in Italien gespielt", so Ceferin weiter.
Wie berichtet, ist die EM 2032 aktuell gemeinsam mit der Türkei geplant. Doch schon seit Längerem gibt es massive Kritik am Zustand der italienischen Stadien. Viele Arenen gelten als nicht tauglich für so ein Großereignis. Schon vor einem Jahr schimpfte Ceferin über die Infrastruktur: "eine Schande". Italien habe unter den großen Fußball-Nationen die schlechteste Infrastruktur, meinte er damals.
Das sportliche Debakel verschärft die Krise: Italien hat es zum dritten Mal hintereinander nicht geschafft, sich für die Fußball-Weltmeisterschaft zu qualifizieren. Nach diesem Rückschlag zog Verbandspräsident Gabriele Gravina am Donnerstag die Konsequenzen und trat zurück.
Auch Gianluigi Buffon, zuletzt Delegationsleiter der Nationalmannschaft, macht Schluss. Das teilte Fußball-Insider Fabrizio Romano auf Social Media mit. Und Trainer Gennaro Gattuso soll laut "Sky Sport Italia" ebenfalls keine Zukunft als Nationaltrainer haben.
Ein kleiner Hoffnungsschimmer bleibt: Ceferin glaubt weiterhin an die Stärke Italiens im europäischen Fußball. "Italien wird wieder an die Spitze zurückkehren", sagte er zur "Gazzetta". Dafür brauche es aber ein besseres Miteinander aller Beteiligten – dann könnten auch wieder Titel gefeiert werden.