Borussia-Dortmund-Trainer Niko Kovac hat gelassen auf die Aussagen von ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick reagiert und seinen Klub klar verteidigt.
Rangnick hatte nach dem 5:1-Sieg Österreichs gegen Ghana die Deutschkenntnisse von Carney Chukwuemeka thematisiert und dabei auch Borussia Dortmund in die Pflicht genommen. Für Kovac ist das kein Thema.
Auf der Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Spiel gegen den VfB Stuttgart stellte der BVB-Coach klar: "Wir sind ein internationaler Club, wir sind in der globalen Welt. Da geht’s darum, dass man auch verschiedene Sprachen spricht als Trainer, und wir sprechen hier wirklich sehr viel Englisch."
Die Kommunikation funktioniere innerhalb der Mannschaft problemlos. "Das zeigt auch das Ergebnis in der Bundesliga. Wenn wir aneinander vorbeireden würden, würden wir nicht da stehen, wo wir stehen." Auch Vergleiche zu anderen Sportarten zog Kovac heran. "Das ist im Basketball völlig normal. Das ist im Handball auch immer mehr normal. Also im Fußball wird’s auch immer internationaler. Also von daher ist es für uns überhaupt kein Problem."
Rangnick hatte sich im Rahmen des ÖFB-Lehrgangs verwundert gezeigt, dass Chukwuemeka nach über einem Jahr in Dortmund noch wenig Deutsch spricht. Der Teamchef sagte nach dem Ghana-Spiel: "Ich will das nicht als Kritik verstanden wissen, aber ich war schon überrascht."
In Leipzig und Hoffenheim sei Sprachunterricht Pflicht gewesen, erklärte Rangnick. Vereine sollten darauf achten, dass Spieler regelmäßig Deutsch lernen. Chukwuemeka selbst sieht die Verantwortung bei sich. Der 22-Jährige stellte klar: "Die Verantwortung liegt nicht beim Club, sondern bei mir. Ich bin schon ein Jahr in Dortmund." Seine Deutschkenntnisse will er weiter verbessern, im Team kommt er aktuell mit Englisch gut zurecht.