ÖFB-Teamspieler Patrick Wimmer hat im Podcast "Mindgames" offen über die Schattenseiten seines Berufs gesprochen. Der Niederösterreicher, der mit dem VfL Wolfsburg aktuell im Abstiegskampf steckt, schildert dabei auch, wie weit manche Reaktionen im Internet gehen.
Immer wieder wird der 24-Jährige mit Hassnachrichten konfrontiert. "Dann schreiben sie natürlich: Boah, ich bringe deine ganze Familie um, ich wünsche nur, dass alle sterben. Und wenn ich dich sehe, werde ich was machen", erzählt Wimmer. Für ihn ist klar, wie er damit umgeht: "Da schreibe ich natürlich nicht zurück und blockiere einfach. Sowas gehört sich einfach nicht, man wünscht keinem etwas Schlechtes."
Neben solchen extremen Fällen gebe es aber auch deutlich harmlosere Nachrichten. "Manche schrieben dann so: Deinetwegen ist mein Tippschein kaputt, du schuldest mir einen Döner", sagt Wimmer und nimmt es mit Humor. "Ich schreibe dann, dass er vorbeikommen soll und wir dann Döner essen gehen."
Trotz der negativen Erfahrungen betont der Teamspieler auch die positiven Seiten seines Berufs. "Ich glaube, Fußballer sein ist schön und wirklich perfekt. Ich bin froh, dass ich mein Hobby zum Beruf machen kann und bin natürlich froh über das, was man verdient, weil das wirklich sehr sehr viel Geld ist."
Gleichzeitig macht Wimmer klar, dass der Profi-Alltag nicht nur aus angenehmen Momenten besteht – vor allem in schwierigen sportlichen Phasen wie derzeit in Wolfsburg. "Was man investieren muss und was der Fußball auch mit dir macht, sind keine schönen Situationen. Es läuft nicht gut, jeder redet auf dich ein, du willst was verändern, aber es geht vielleicht nicht."