ÖFB in USA

WM-Alarm! Amnesty warnt Fans vor "akuter Bedrohung"

Zweieinhalb Monate vor der WM 2026 wächst die Kritik: Amnesty International warnt Fans und Spieler eindringlich vor Risiken in Nordamerika.
Sport Heute
30.03.2026, 12:48
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Zweieinhalb Monate vor dem Start der Fußball-WM 2026 schlagen Menschenrechtsexperten Alarm. Amnesty International sieht große Risiken für Fans, Spieler und Besucher – vor allem in den USA.

In einem aktuellen Bericht warnt die Organisation vor den Folgen der US-Politik. "Für migrantische Communities in den USA, Fans aus aller Welt sowie die Spieler stellt die diskriminierende Einwanderungspolitik der USA eine akute Bedrohung dar", heißt es darin.

Besonders die Maßnahmen unter Präsident Donald Trump stehen in der Kritik. Amnesty befürchtet, dass Razzien, Einreiseverbote und Festnahmen das Turnier überschatten könnten. Generalsekretärin Julia Duchrow findet deutliche Worte: "Die WM 2026 droht mehr Repression als Fußball zu liefern."

Und weiter: "Setzen sich die Razzien der US-Einwanderungsbehörde ICE, die massenhaften Festnahmen und die Einreiseverbote fort, wird dieses Turnier zum Symbol staatlicher Einschüchterung." Auch Fans könnten betroffen sein. Etwa dann, wenn sie protestieren oder Kritik äußern.

Während Amnesty warnt, gibt sich die FIFA betont optimistisch. Präsident Gianni Infantino sieht in der WM ein positives Signal und erklärte zuletzt: "Die WM muss und wird ein Symbol für Einheit und Solidarität sein" sowie eine "friedliche und fröhliche Atmosphäre". Infantinos Nähe zu Präsident Trump ist bekannt. Der Verbandsboss überreichte dem Staatschef sogar einen erstmals vergebenen Friedenspreis. Seither befahl Trump militärische Interventionen in Venezuela und startete mit Israel den Angriff auf den Iran.

Neben den USA nennt Amnesty auch Risiken in den anderen Gastgeberländern. In Mexiko sorgt die angespannte Sicherheitslage für Bedenken, in Kanada könnten sozial schwache Gruppen weiter verdrängt werden.

Die WM findet von 11. Juni bis 19. Juli 2026 in den USA, Kanada und Mexiko statt. Der Großteil der Spiele wird in den Vereinigten Staaten ausgetragen. Das ÖFB-Team wird sein Camp in Santa Barbara, Kalifornien, aufschlagen. Der Bundesstaat von Ex-Gouverneur Arnold Schwarzenegger wird vom Demokraten Gavin Newsom regiert – einem der lautesten Trump-Widersacher in der US-Politik. Die Gruppenspiele Österreichs steigen am 17. Juni gegen Jordanien in Santa Clara (Kalifornien), am 22. Juni gegen Argentinien in Arlington (Texas) und am 28. Juni gegen Algerien in Kansas City (Missouri).

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