Für ÖFB-Boss Josef Pröll kommt ein Boykott der Fußball-WM 2026 in Nordamerika nicht infrage. Trotz der angespannten Lage nach dem US-Angriff auf den Iran müsse sich Österreich sportlich auf das Turnier konzentrieren.
"Ich halte grundsätzlich von Boykotten, in einem Stadium, in dem wir jetzt sind, auch zur WM-Frage nichts. Wir sollten uns weiter fokussiert und klar vorbereiten auf die WM", sagte Pröll in der ORF-Sendung "Sport am Sonntag".
Gleichzeitig beobachte der Verband die Situation genau. Der ÖFB stehe in engem Austausch mit den zuständigen Behörden. Gemeinsam mit Außen- und Innenministerium werde an einer Taskforce gearbeitet.
Ziel sei es vor allem, österreichische Fans zu unterstützen. "Wir wollen beobachten, wie sich die Lage entwickelt und auch praktisch zeigen, wie Fans an der WM teilnehmen können", erklärte Pröll.
Für Österreich ist das Turnier besonders bedeutend. Das Nationalteam hat erstmals seit 28 Jahren wieder die Qualifikation für eine Weltmeisterschaft geschafft.
In der Gruppenphase trifft die ÖFB-Auswahl auf Weltmeister Argentinien, Algerien und Jordanien. Gespielt wird in Dallas, Kansas City und Santa Clara.