Viele Wanderer kennen ihn von ihren Touren Richtung Hochschwab: Michael Schabhüttl war das Gesicht der Häuslalm auf 1.526 Metern Seehöhe. Jetzt ist fix: Nach zehn Jahren ist Schluss. Mit Ende der Sommersaison verabschiedet sich der Kapfenberger vom Berg – das berichtet die "Kleine Zeitung".
Die Hütte liegt zwischen Buchbergkogel und Zinken in einem Hals - daher auch ihr Name. Von Bodenbauer aus ist sie in rund eineinhalb bis zwei Stunden erreichbar. Gemeinsam mit seiner Mutter führte Schabhüttl den Betrieb in den vergangenen Jahren.
Am Montag machte er sein Aus selbst öffentlich. Doch ganz kehrt er der Gastronomie nicht den Rücken. "Ich übernehme das Wurmerl", sagt er zur "Kleinen Zeitung". Das Wirtshaus in Parschlug wird bisher von Franz und Hermine Wurm geführt, die sich nach 20 Jahren zurückziehen, heißt es in dem Bericht weiter.
Am 13. September steht Schabhüttl ein letztes Mal als Wirt auf der Häuslalm. Nach der Jagdsperre soll am 16. Oktober ein neuer Pächter übernehmen. Interessenten gebe es bereits. Wer eine Berghütte führen will, brauche laut ihm vor allem: "Liebe zum Berg und man muss ein Allrounder, vom Kochen und Servieren bis zu den Betten, sein." Auch technisches Geschick sei gefragt.
Der Abschied fällt ihm nicht leicht. "Ich werde den Berg vermissen, es war eine schöne Zeit und ich habe viele Freunde kennengelernt", sagt er der Tageszeitung. Ein Grund für den Schritt sind auch die zunehmend schwachen Winter.
Trotz aktuellem Schnee sei die Situation schwierig. "Es liegt zu viel für Wanderer und zu wenig für Skitourengeher", erklärt er in der "Kleinen Zeitung". Zudem ist die Häuslalm im Winter nur zu Fuß erreichbar - nach zehn Jahren mache sich das bemerkbar.
Ganz ohne Wirtshaus geht es für Michael Schabhüttl aber nicht - nur tauscht er künftig den Bergblick gegen das Tal.