"Was willst du, du Oaschloch?"

Nachbarschaftskrieg im "Bergdoktor"-Dorf Ellmau

Seit fast 20 Jahren bekriegt sich ein Geschwisterpaar mit halb Ellmau. Jetzt geht der Nachbarschaftsstreit vor das Landesgericht Innsbruck.
Heute Entertainment
15.07.2026, 10:41
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In Ellmau, wo die heile TV-Welt des "Bergdoktor" spielt, geht es hinter den Kulissen alles andere als friedlich zu. Ein deutsches Geschwisterpaar liegt seit fast 20 Jahren mit einem Großteil der Gemeinde im Streit, im September wird der Fall vor dem Landesgericht Innsbruck verhandelt. Es geht um Hunderttausende Euro.

Carsten und Gabriele Olbrich stammen aus Wolfsburg und machten sich in Ellmau immer wieder mit ihrer Streitsucht unbeliebt: Beschwerden an die Gemeinde, Anzeigen beim Finanzamt, Verdächtigungen gegen Bauarbeiter mit polnischem Kennzeichen.

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Beklagter im aktuellen Prozess ist der bekannte Tiroler Schlagersänger Hansi Kiesler (70, "Hüttenzauber"). Er selbst bringt es gegenüber "Bild" so auf den Punkt: "Sie sind mit 80 Prozent der Ellmauer im Streit, haben sogar die Polizei angezeigt, weil sie sie nicht unterstützen würde. Das muss man sich mal vorstellen."

"Was willst du, du Oaschloch?"

2022 eskalierte der Streit sogar blutig. Bei einem Abendspaziergang mit seinem Dobermann traf Carsten Olbrich auf Kieslers Familie, zunächst gerieten er und Kieslers Tochter aneinander. Dann tauchte Hansi Kiesler selbst auf, auf einem Handyvideo ist noch zu hören, wie er ruft: "Was willst du, du Oaschloch?", ehe die Aufnahme abbricht.

Die Olbrichs behaupten, Kiesler habe sie danach brutal zusammengeschlagen, laut Spitalsbericht erlitten sie unter anderem einen Rippenbruch, einen Trommelfellriss und eine Gehirnerschütterung.

Der Musiker schildert den Vorfall gänzlich anders: Olbrich habe seine Tochter mit dem Hund bedroht, er sei ihr zu Hilfe gekommen und habe ihm dabei das Handy aus der Hand geschlagen. Als der Dobermann daraufhin auf ihn losgegangen sei, habe er sich mit Tritten gewehrt, wobei Olbrich auf eine Bank gefallen sei.

Gabriele Olbrich habe ihn an den Haaren gerissen, woraufhin er zurückgeschlagen habe. Vor Gericht musste Kiesler damals 1.500 Euro zahlen.

Es soll um Hunderttausend Euro gehen

Drei Jahre später ziehen die Olbrichs nun vor das Zivilgericht. Über die genaue Schadenersatzsumme gibt es unterschiedliche Angaben: Laut Kiesler fordert Gabriele Olbrich 100.000 Euro, ihr Bruder 150.000 Euro, Carsten Olbrich selbst spricht hingegen von 75.000 Euro.

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