Ein Anruf, sieben Überweisungen, ein massiver Schaden: Ein 59-jähriger Mann aus dem Bezirk Oberwart ist Opfer eines Telefonbetrugs geworden. Wie die Landespolizeidirektion Burgenland berichtet, begann der Fall bereits am 1. August 2026 mit einer E-Mail, die angeblich von der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) stammte.
Darin wurde der Mann aufgefordert, persönliche Daten zu aktualisieren. Im Glauben, dass es sich um eine echte Nachricht handelt, kam er der Aufforderung nach.
Zwei Tage später, am 3. August, meldete sich telefonisch ein bislang unbekannter Täter. Er gab sich als Servicemitarbeiter einer bekannten Bank aus und behauptete, es habe unberechtigte Abbuchungen vom Konto gegeben. Diese seien bereits gestoppt worden, das Geld könne zurücküberwiesen werden.
Der 59-Jährige folgte den Anweisungen des vermeintlichen Bankmitarbeiters und ging zu einer Bankfiliale im Bezirk Oberwart. Dort führte er am Einzahlungsautomaten insgesamt sieben Überweisungen auf verschiedene österreichische Bankkonten durch.
Erst am 6. August flog der Betrug auf: Die tatsächliche Servicestelle der Bank kontaktierte den Mann und forderte ihn auf, den Vorfall anzuzeigen. Der Gesamtschaden liegt bei einem höheren fünfstelligen Eurobetrag. Die Ermittlungen laufen.
Die Warnung ist eindeutig: "Bankmitarbeiter fordern ihre Kundinnen und Kunden niemals telefonisch dazu auf, Geld auf andere Konten zu überweisen." Wer unter Druck gesetzt wird, sollte das Gespräch beenden. Bankkontakte sollten ausschließlich über offiziell bekannte Telefonnummern erfolgen, persönliche Daten nur über geprüfte Kanäle weitergegeben werden.