Nächster Klub steigt aus: Nur noch zwei Vereine übrig

Juventus Turin
Juventus TurinImago Images
Da waren es nur noch zwei. Am Mittwoch haben vier weitere Klubs die Super League verlassen. Das Milliarden-Projekt steht vor dem Aus. 

Manchester City war am Dienstagabend der erste Verein der "Abtrünnigen 12", der der Super League wieder den Rücken kehrte. In der Nacht zum Mittwoch folgten dann alle englischen Vereine, traten Manchester United, Liverpool, Tottenham, Chelsea und Arsenal aus. 

Dem waren heftige Fan-Proteste auf der Insel vorausgegangen. So hatten etwa hunderte Chelsea-Fans vor dem Stadion an der Stamford Bridge demonstriert. Als sich dann die Meldung verbreitete, Chelsea wolle austreten, wurde rund um das Stadion gefeiert. 

Am Mittwoch folgten dann weiter Klubs dem englischen Vorbild. Atletico Madrid, das schon am Dienstag lautstark über einen Austritt nachgedacht hatte, machte den Anfang, gefolgt von Inter Mailand. 

Alle Italien-Klubs treten aus

Als bisher neunter Klub zog dann auch der AC Milan nach, vermeldete um 13.25 Uhr den Ausstieg aus der milliardenschweren Liga. Die Italiener betonten zwar, dass sich der Fußball verändern müsse und eine Änderung nicht einfach sei, trotzdem unterstrich der Klub: "Die Fans haben ihre Bedenken klar gemacht und der AC Milan muss auf die Stimmen derer, die diesen wundervollen Klub lieben, hören", erklärten die "Rossoneri". 

Gleichzeitig bekannte sich der Serie-A-Zweite neuerlich zu Veränderungen im Fußball. "Wir werden weiterhin hart an einem nachhaltigen Modell für den Fußball arbeiten", so die "Rossoneri". Eine Ansage, die beinahe wie eine Drohung klingt. Und die auf der Insel kein Gehör findet. 

Minuten später kommunizierte auch Juventus Turin, dessen Ex-Boss Andrea Agnielli einer der treibenden Funktionäre hinter der Super League war, den Ausstieg, man sei zwar weiterhin von der Sinnhaftigkeit des Projekts überzeugt, gleichzeitig bestünden aktuell nur "begrenzte Chancen, dass das Projekt in der ursprünglich konzipierten Form durchgeführt werden kann."

Nur noch Real und Barca übrig

Damit besteht die Super League, die ihren Teilnehmern ein Startgeld von 3,5 Milliarden Euro versprochen hatte, nur noch aus den beiden spanischen Rivalen Real Madrid, dem Klub des Super-League-Vorsitzenden Florentino Perez und dem FC Barcelona, wo Präsident Joan Laporta bereits am Dienstag erklärt hatte, die Mitglieder über eine Teilnahme an der Milliarden-Liga abstimmen lassen zu wollen. 

Dazu wird es wohl nicht mehr kommen, denn Liga-Vizepräsident Andrea Agnelli von Juve hatte am Mittwochvormittag gegenüber "Reuters" bereits klargemacht, dass die Super League nun nicht mehr durchführbar sei. 

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