Nach der Titel-Party ließen die Bayern in der Meisterschaft aus, leisteten sich eine peinliche 1:3-Pleite in Mainz. Das brachte Hertha-Coach Magath auf den Plan. Der 68-Jährige witterte Wettbewerbsverzerrung, unterstellte dem deutschen Serienmeister, nicht alles gegeben zu haben. "Die Saison geht für alle bis zum letzten Spieltag. Ich weiß nicht, warum eine Mannschaft dann sagen kann: Wir spielen nicht zu Ende, wir machen drei Wochen vorher Schluss", polterte Magath bei "Sky".
Der Hintergrund der provokanten Aussagen: die Hertha kämpft nach dem 1:1-Remis gegen Arminia Bielefeld nach wie vor um den Klassenerhalt, ist noch nicht fix durch. Die "alte Dame" liegt vier Zähler vor dem Relegationsplatz, den Stuttgart hält. Am kommenden Wochenende treffen die Schwaben auf Bayern. Mit einer ähnlich matten Leistung könnte Bayern den Abstiegskampf beeinflussen, so der Magath-Verdacht.
Auf die Aussagen des 68-Jährigen angesprochen, reagierte Bayern-Coach Nagelsmann gelassen: "Sehr clever von ihm. Das wird er nicht ganz uneigennützig machen, schätze ich", so der 34-Jährige, der nach dem Spiel sichtlich angefressen war. Nagelsmann unterstrich damit, dass Magath die Münchner für das nächste Spiel bloß anstacheln, die Stars bei der Ehre packen wollte.
"Er soll sich das Spiel anschauen, dann kann er mich anrufen. Ich spreche auch nicht über die Leistung der Hertha", schloss der Trainer-Shootingstar.