Der Iran-Krieg fordert weitere Opfer: In der libanesischen Hauptstadt Beirut sind bei mehreren israelischen Angriffen mindestens sechs Menschen getötet und 24 verletzt worden. Die Angriffe trafen Wohnungen in den Vierteln Sukak al-Blat und Basta – teils ohne Vorwarnung.
Im Gegenzug feuerte der Iran Raketen auf Israel. Bei einem Angriff auf ein Wohngebäude in Ramat Gan nahe Tel Aviv wurde ein älteres Ehepaar getötet, das nicht in den Schutzraum gegangen war. Laut Polizeisprecher Dean Elsdunne kam dabei Streumunition zum Einsatz, die das Dach des Gebäudes zum Einsturz brachte.
Die iranische Armee kündigte Vergeltung für die Tötung des mächtigen Sicherheitschefs Ali Laridschani an. "Irans Antwort auf die Ermordung des Vorsitzenden des Obersten Nationalen Sicherheitsrats wird entschlossen und bedauerlich sein", erklärte Armeechef Amir Hatami. Die Revolutionsgarden gaben an, als "Rache für das Blut des Märtyrers Dr. Ali Laridschani" Raketen auf Israel gefeuert zu haben.
Irans Außenminister Abbas Araghtschi warnte, die Folgen des Krieges würden weltweit zu spüren sein. "Die Welle globaler Auswirkungen hat gerade erst begonnen und wird alle treffen", erklärte er auf X.
Auch in den Golfstaaten kam es zu Angriffen. In Dubai wurden mehrere Explosionen gehört; die Vereinigten Arabischen Emirate aktivierten ihre Flugabwehr. Saudi-Arabien zerstörte acht Drohnen und fing einen Marschflugkörper nahe eines US-Stützpunkts ab. Kuwait und Katar meldeten ebenfalls Abfangaktionen.
Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA teilte mit, dass das iranische Atomkraftwerk Buschehr von einem Geschoss getroffen wurde. Schäden oder Verletzte wurden aber nicht gemeldet.