In Berlin haben am Samstag Hunderte Menschen an einer Demonstration zum sogenannten Epstein-Komplex teilgenommen. Im Zentrum stand der umstrittene Sänger Xavier Naidoo, der als Hauptredner auftrat.
Laut Polizeiangaben versammelten sich rund 750 Demonstranten am Großen Stern. Auf Seiten der Gegendemonstranten waren etwa 200 bis 300 Menschen vor Ort.
Wie n-tv.de berichtet, forderte die Kundgebung unter dem Motto "Transparenz, Rechtsstaat und Schutz von Minderjährigen" Aufklärung über mögliche deutsche Verbindungen im internationalen Epstein-Skandal.
Der 54-jährige Sänger äußerte sich zum Epstein-Fall mit den Worten: "In Deutschland ist der Abgrund genauso tief." Er sang mehrere seiner früheren Lieder und redete in Andeutungen über "Menschen, die furchtbare Dinge tun".
Naidoo sprach auch über weit verbreiteten Kindesmissbrauch und deutete an, selbst im Kindesalter Opfer geworden zu sein. Auch andere Redner auf der Bühne thematisierten den Schutz von Kindern.
Der Sänger sorgt seit Jahren mit umstrittenen Äußerungen für Schlagzeilen. Gegen ihn läuft ein Verfahren vor einem Berliner Gericht wegen mutmaßlich Holocaust-leugnender und antisemitischer Inhalte auf Telegram.