Es war eine Wette gegen die Zeit - und sie ging verloren. Die NASA hat den Versuch aufgegeben, das Himmelsobservatorium Swift vor dem Absturz zu retten. Ein Schleppraumschiff namens Link sollte den Satelliten auf eine höhere Umlaufbahn bringen, doch es kam anders.
Wie die US-Raumfahrtbehörde mitteilte, gab es ein Problem mit der Steuerung des unbemannten Schleppraumschiffs. Die Rettungsmission galt bereits vorab als herausfordernd und riskant. Trotz des Scheiterns soll sich das Raumschiff dem Satelliten zu Forschungszwecken nähern.
"Das ist nicht das Ergebnis, auf das wir hingearbeitet haben, aber es ändert nichts daran, warum es das wert war, diese Mission zu versuchen", sagte NASA-Chef Jared Isaacman, schreibt Der Spiegel.
Der Satellit Swift wurde 2004 vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral ins All gebracht. Seitdem untersuchte das Himmelsobservatorium sogenannte Gammablitze - gewaltige Energieausbrüche im Universum. Die gelieferten Forschungsdaten waren von zentraler Bedeutung für die Wissenschaft.
Bei einem Erfolg der Rettungsmission hätte der derzeit im Energiesparmodus laufende Satellit ab Herbst wieder Daten liefern können - und das möglicherweise noch für fünf Jahre oder länger. Nach dem Scheitern wird Swift nun wohl noch heuer in die Erdatmosphäre stürzen und verglühen.