Am Sonntag war Neos-Klubobmann Strolz zu Gast in der ORF-"Pressestunde" und äußerte klare Bedenken zu den türkis-blauen Koalitionsverhandlungen.
Mit Selbstbewusstsein wollen die Neos ihre Rolle als Oppositionspartei im Parlament anlegen. Parteichef Matthias Strolz hat die Devise ausgegeben, Stachel im Fleisch der sich abzeichnenden neuen Regierung aus ÖVP und FPÖ sein zu wollen. Die Pinken benoteten die beiden Parteien schon vorab mit einem "Nicht Genügend" für deren Bildungspläne, Stichwort Schulnoten.
In der ORF-Pressestunde am Sonntag äußerte sich Neos-Chef Matthias Strolz kritisch über die türkis-blauen Verhandlungen. Er befürchtet unter anderem, dass es doch nicht zu einem Ende der Zwangsmitgliedschaft bei den Kammern kommt. "Die damalige Entscheidung, die Kammern in den Verfassungsrang zu heben, war natürlich die Aufforderung zum Schwachsinn, wenn man so will", sagt Strolz im TV.
Ähnlich sei es bei den Krankenkassen, da reiche nach Meinung der Neos eine einzige für alle Berufsgruppen.
Strolz fürchtet "Orbanisierung Österreichs"
Wenig hält der Chef der Pinken offenbar auch vom künftigen Kanzler Sebastian Kurz, so sagt er: "Irgendetwas stimmt nicht. Er hat keinen inneren Kompass. Oder er ist ein großartig handwerklich begabter Politiker." Auch Ungarns Premier habe liberal begonnen und dann nur noch der Machtlogik gehorcht. Deshalb sei eine Orbanisierung Österreichs durchaus möglich.
(red)