Die erste Hitzewelle dieses Sommers hat die Schwachstellen in Niederösterreichs Spitälern und Pflegeeinrichtungen deutlich sichtbar gemacht, warnen die nö. Neos. Hohe Temperaturen in Patientenzimmern und Arbeitsbereichen hätten die Belastung für Patienten ebenso wie für das Personal weiter verschärft.
Neos-Gesundheitssprecherin Edith Kollermann fordert deshalb eine Nachrüstung der Gebäude mit Klimaanlagen. "Pflegekräfte berichten mir von eskalierenden Situationen in überhitzten Krankenzimmern, in denen es teils knapp 30 Grad hat – darunter Fälle von Aggression gegenüber dem Personal sowie Selbstverletzungen. Gleichzeitig arbeiten Pflegekräfte sowie Ärztinnen und Ärzte unter Bedingungen, die an die Belastungsgrenze gehen. Es wird Zeit für Gegenmaßnahmen."
Vor diesem Hintergrund bringen die Neos eine Anfrage an die zuständigen Landesräte (Kasser und Teschl-Hofmeister) ein, um die aktuelle und zukünftige Ausstattung der Spitäler und Pflege- und Betreuungszentren mit klimatechnischen Maßnahmen zu evaluieren.
Konkret soll geklärt werden, ob eine Nachrüstung älterer Gebäude mit Klimaanlagen geplant ist und ob künftig sowohl Patientenzimmer als auch Arbeitsbereiche des Personals systematisch gekühlt werden sollen.
"Es ist verständlich, dass die Klimatisierung von in die Jahre gekommenen Gesundheitseinrichtungen eine Herausforderung für Finanzen und Hygiene ist. Aber man kann die Betroffenen in dieser und den noch folgenden Hitzewellen nicht im Stich lassen", so Kollermann.