Life

Nervengift im Flugzeug: "Risiko zukünftiger Tode"

Heute Redaktion
14.09.2021, 14:42

Immer wieder gibt es Berichte über giftige Dämpfe in der Kabinenluft von Flugzeugen. Fluglinien haben das bisher immer zurückgewiesen. Nach dem Tod eines British Airways-Piloten behauptet nun ein Leichenbeschauer und Untersuchungsrichter, dass Nervengifte in der Kabinenluft zum Todesfall beigetragen haben.

Immer wieder gibt es Berichte über von Flugzeugen. Fluglinien haben das bisher immer zurückgewiesen. Nach dem Tod eines British Airways-Piloten behauptet nun ein Leichenbeschauer und Untersuchungsrichter, dass Nervengifte in der Kabinenluft zum Todesfall beigetragen haben.

Sheriff Stanhope Payne ist der Meinung, dass sich Organo-Phosphate in der Kabinenluft nachweisen lassen. Die Chemikalie zählt zu den Nervengiften. Sie wird als Flammschutz und Weichmacher in Triebwerksölen eingesetzt. Problematisch ist, dass die Atemluft in fast allen Flugzeugen ungefiltert vom Triebwerk in die Kabine gelangt.

Laut Payne besteht die Gefahr, "dass es zu Todesfällen im Zusammenhang mit vergifteter Kabinenluft kommen kann, sollte hier nichts unternommen werden" und erwähnte eingebaute Sensoren als mögliches Hilfsmittel.

Pilot klagte immer über Übelkeit und Kopfweh

Stein des Anstoßes ist der Tod des 43-jährigen Piloten Richard Westgate Ende 2012. Er hatte jahrelang an Kopfschmerzen, Übelkeit und chronischer Müdigkeit gelitten. Payne übermittelte British Airways ein Schreiben. Die Luftlinie muss bis Mitte April Stellung nehmen.

Seine Mutter Judy berichtete laut "Daily Mail" gesundheitliche Beeinträchtigungen: "Richard hat sich immer beschwert, dass sein Flugzeug stinkt. Er ist immer wegegangen und hat sich nach seinen beruflichen Flügen schlecht gefühlt. Es ist schwer zu glauben, dass hier nichts vertuscht wurde."

British Airways: "Sehen keinen Trend bei Erkrankungsraten"

British Airways betonte, man würde keine Flugzeuge starten lassen, wenn gesundheitliche Risiken für Passagiere und Crew bestehen. "Kabinen sind Arbeitsplätze von mehr als 15.000 Mitgliedern der Crew und 3.500 Piloten von British Airways, und wir sehen keinen Trend bei den Erkrankungsraten, der auf eine Verbindung zur Kabinenluft-Streitfrage hinweist", sagte ein Sprecher laut der englischen Zeitung.

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