Die zwischen Washington und Teheran vereinbarte Waffenruhe ist laut Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu "nicht das Ende der Kampagne gegen den Iran". Israel sei "bereit, jederzeit den Kampf wieder aufzunehmen", sagte Netanjahu am Mittwoch in einer Fernsehansprache.
"Wir haben noch Ziele zu erreichen, und wir werden sie erreichen - entweder durch ein Abkommen oder durch eine Wiederaufnahme der Kämpfe", so Netanjahu weiter. Die Waffenruhe "ist nicht das Ende der Kampagne, (sondern) eine Etappe auf dem Weg, der uns zur Verwirklichung aller unserer Ziele führen wird", fügte der israelische Regierungschef hinzu.
Nach mehr als fünf Wochen Krieg haben sich die USA und der Iran am Dienstag auf eine zweiwöchige Waffenruhe geeinigt. Die israelische Regierung erklärte, dass sie diese Feuerpause unterstützt, betonte aber, dass sie anders als vom Vermittler Pakistan verkündet nicht für den Kampf gegen die Hisbollah im Libanon gilt. US-Präsident Donald Trump bestätigte das später.
Der Vermittler Pakistan hatte ursprünglich erklärt, die Waffenruhe gelte für den gesamten Nahen Osten, also auch für den Libanon.
Im Gegenzug erklärte sich der Iran bereit, die Straße von Hormus für vorerst zwei Wochen wieder zu öffnen. Trotzdem warfen sich mehrere Konfliktparteien auch nach Bekanntgabe der Einigung gegenseitig Verstöße gegen die Waffenruhe vor.