Frisch angelobt und schon mit klarer Ansage: Julia Lessacher (SPÖ) ist neue Bezirksvorsteherin von Mariahilf – und nimmt sich sofort eines heiklen Themas an. Die Drogenszene rund um die U6-Station Gumpendorfer Straße sorgt seit Jahren für Ärger bei Anrainern.
Vor allem der Fritz-Imhoff-Park steht im Fokus. Erste Maßnahmen wurden bereits gesetzt: Eine Pergola wurde abgebaut, Tisch-Bank-Kombinationen entfernt. "Wir werden diesen Bereich umnutzen zu Bewegungsraum, mehr Bewegungsraum für Kinder", so Julia Lessacher in der Gesprächsreihe "Bei uns" in der ORF-Sendung "Wien heute". Ziel sei es, dass der Lärm für die angrenzenden Häuser verringert werde und sich das Sicherheitsgefühl erhöhe.
Der nächste Schritt ist deutlich einschneidender: Der Park soll künftig nachts zugesperrt werden. Dafür braucht es allerdings eine Umzäunung. "Das heißt, dass er wie andere Parks auch im Bezirk, einfach um 22.00 Uhr und im Sommer um 23.00 Uhr geschlossen wird durch den Sperrdienst, damit wir nicht in der Nacht diese Ruhestörungen den Anrainerinnen zumuten müssen."
Aktuell werde die Finanzierung geprüft. Lessacher hofft auf eine Umsetzung noch im Frühjahr, fix aber im Laufe dieses Jahres.
Weniger gut sieht es bei der geplanten Umgestaltung der Gumpendorfer Straße aus. Wegen fehlender Mittel der Stadt liegt das Projekt vorerst auf Eis. "Es ist ganz einfach. Wir hätten eine wunderschöne große Torte backen wollen. Wir haben jetzt nur die Zutaten, um Kekse zu machen für den Moment. Und die werden uns aber auch schmecken bis dahin", so Lessacher in "Wien heute".
Auch ihr Name tauchte 2024 im Zuge der Kleingartenaffäre auf. Ermittlungen gab es gegen sie keine. Sie selbst zeigt wenig Verständnis für die Aufregung: "Ich würde nichts anders machen, weil ich habe eigentlich einfach nur ein Grundstück gekauft", so Julia Lessacher.