Schon wieder Gewalt am Keplerplatz in Wien-Favoriten: Bei einer brutalen Messerattacke wurde ein 26-Jähriger im Brustbereich schwer verletzt. Verdächtig ist eine 22-jährige Wienerin. Sie gab gegenüber der Polizei an, zuerst von dem Bekannten attackiert und sogar ins Gesicht getreten worden zu sein.
"Wir erleben das nächste Blutbad mitten in Favoriten – nur wenige Schritte von der SPÖ-Bezirksvorstehung entfernt. Die Menschen haben Angst und die politisch Verantwortlichen rund um SPÖ-Bürgermeister Ludwig, ÖVP-Innenminister Karner, SPÖ-Staatssekretär Leichtfried und SPÖ-Bezirksvorsteher Franz liefern seit Monaten nur faule Ausreden", so FPÖ-Favoriten-Obmann und Stadtrat Stefan Berger.
Der Keplerplatz habe sich längst zu einem Gewalt-Hotspot entwickelt. Trotz bestehender Waffenverbotszone komme es immer wieder zu Messerattacken, Raubüberfällen und gewalttätigen Auseinandersetzungen. Für Berger ist das ein klares Zeichen, dass die bisherigen Maßnahmen nicht greifen.
„Eine Waffenverbotszone auf dem Papier reicht nicht aus. Ohne konsequente Kontrollen und ausreichende Polizeipräsenz bleibt sie zahnlos“
"Eine Waffenverbotszone auf dem Papier reicht nicht aus. Ohne konsequente Kontrollen und ausreichende Polizeipräsenz bleibt sie zahnlos", betont Berger.
Besonders scharf fällt seine Kritik am SPÖ-Bezirksvorsteher aus: "Wenn Herr Franz jetzt mehr Polizei fordert, dann soll er sich an den eigenen SPÖ-Staatssekretär im Innenministerium und an den Koalitionspartner wenden. Dort liegt die Verantwortung. Es hilft niemandem, öffentlich Forderungen zu stellen, aber intern nicht entsprechend zu handeln und stattdessen mit unglaubwürdigen Gschichtln hausieren zu gehen."
Auch Bürgermeister Ludwig und Innenminister Karner nimmt Berger in die Pflicht: "Die Sicherheit der Bevölkerung ist eine gemeinsame Verantwortung von Stadt und Bund. Wegschauen, schönreden und gegenseitiges Zuschieben der Zuständigkeiten sind den Menschen in Favoriten nicht mehr zumutbar", so Berger.
Die FPÖ fordert nun eine sofortige und dauerhafte Verstärkung der Polizeipräsenz am Keplerplatz, eine ressortübergreifende Sicherheitskonferenz für Favoriten sowie volle Transparenz über gesetzte Maßnahmen und deren Wirkung. "Die Bevölkerung hat ein Recht darauf, sich im eigenen Bezirk sicher zu fühlen. Bevor es das nächste Opfer gibt, müssen endlich konkrete und sichtbare Maßnahmen gesetzt werden", betont Berger.